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Prüfgeräte für Frischluft-, Ansaug- und Ladeluftsysteme

Prüfgeräte für Frischluft-, Ansaug- und Ladeluftsysteme

Das Frischluft-, Ansaug- und Ladeluftsystem versorgt den Motor mit der für die Verbrennung benötigten Luft. Bei aufgeladenen Motoren müssen Leitungen, Schläuche, Verbindungen und Ladeluftkühler dabei zuverlässig dem vorhandenen Ladedruck standhalten. Undichtigkeiten können zu Druckverlust, Leistungsverlust und einem auffälligen Motor- oder Turboladerverhalten führen.

Autotestgeräte Leitenberger bietet professionelle Dichtigkeitsprüfgeräte für Ansaug- und Ladeluftsysteme. Mit den Prüfsets kann die Ladeluftstrecke kontrolliert mit Druck beaufschlagt und auf Druckverlust beziehungsweise Leckagen untersucht werden. Ergänzend stehen Prüf- und Diagnosegeräte für Turbolader sowie weitere mechanische Diagnoselösungen zur Verfügung.

Häufig gestellte Fragen zur Diagnose von Ansaug-, Frischluft- und Ladeluftsystemen

Fehler im Ansaug- und Ladeluftsystem können ähnliche Symptome verursachen wie ein defekter Turbolader, Sensor oder eine Störung der Motorsteuerung. Eine mechanische Druck- und Dichtigkeitsprüfung hilft deshalb dabei, Undichtigkeiten und Druckverluste unabhängig von elektronischen Diagnosewerten zu erkennen. Hier beantworten wir häufige Fragen zur Diagnose von Ansaug-, Frischluft- und Ladeluftsystemen.

  • Was gehört zum Ansaug- und Ladeluftsystem?

    Der genaue Aufbau hängt vom Motorkonzept ab.

    Bei einem aufgeladenen Verbrennungsmotor können unter anderem dazugehören:

    • Luftfilter und Luftführung
    • Ansaugrohre und Schläuche
    • Turbolader beziehungsweise Verdichterseite
    • Ladeluftleitungen
    • Ladeluftkühler
    • Steck- und Schlauchverbindungen
    • Drossel- beziehungsweise Regelkomponenten
    • Ansaugkrümmer

    Eine Undichtigkeit an einer dieser Stellen kann den Luftstrom beziehungsweise den aufgebauten Ladedruck beeinflussen.

  • Was ist der Unterschied zwischen Ansaugluft und Ladeluft?

    Als Ansaugluft wird allgemein die dem Motor zugeführte Frischluft bezeichnet.

    Bei einem aufgeladenen Motor wird diese Luft vom Turbolader beziehungsweise Verdichter komprimiert. Hinter dem Verdichter spricht man typischerweise von Ladeluft.

    Die Ladeluft wird häufig über einen Ladeluftkühler geführt, bevor sie dem Motor zugeführt wird.

  • Was ist ein Ladeluftsystem?

    Das Ladeluftsystem führt die vom Turbolader verdichtete Luft zum Motor.

    Dazu gehören je nach Fahrzeug unter anderem:

    • Ladeluftschläuche
    • Rohre
    • Steckverbindungen
    • Ladeluftkühler
    • Anschlussstellen
    • weitere Bauteile zwischen Verdichter und Motor

    Dieser Bereich muss während des Betriebs ausreichend dicht sein.

  • Welche Symptome kann ein undichtes Ladeluftsystem verursachen?

    Mögliche Hinweise können beispielsweise sein:

    • Leistungsverlust
    • unzureichender Ladedruck
    • Abweichung zwischen Soll- und Ist-Ladedruck
    • verzögertes Ansprechverhalten
    • auffällige Geräusche
    • Fehlercodes zur Ladedruckregelung
    • ungewöhnliches Motorverhalten unter Last

    Diese Symptome sind jedoch nicht eindeutig. Deshalb sollte das System gezielt geprüft werden.

  • Kann ein undichter Ladeluftschlauch wie ein defekter Turbolader wirken?

    Ja.

    Wenn vom Turbolader verdichtete Luft vor dem Motor entweicht, kann der vorgesehene Ladedruck nicht erreicht werden.

    Das kann ähnliche Symptome hervorrufen wie ein Problem am Turbolader oder dessen Regelung.

    Deshalb sollte vor einem Turboladertausch auch die Dichtheit der Ladeluftstrecke kontrolliert werden.

    Für die weiterführende Diagnose stehen Prüf- und Diagnosegeräte für Turbolader zur Verfügung.

  • Wie kann ein Ladeluftsystem auf Dichtheit geprüft werden?

    Das System beziehungsweise ein definierter Abschnitt wird verschlossen und über ein geeignetes Prüfgerät kontrolliert mit Druck beaufschlagt.

    Anschließend wird beobachtet, ob der Druck gehalten wird beziehungsweise ob sich eine Leckage lokalisieren lässt.

    Hierfür stehen spezielle Dichtigkeitsprüfgeräte für Ansaug- und Ladeluftsysteme zur Verfügung. Die aktuellen Leitenberger MLPS-Systeme besitzen Manometer und Überdruckschutz für einen kontrollierten Prüfaufbau.

  • Kann ein elektronisches Diagnosegerät eine Ladeluft-Dichtigkeitsprüfung ersetzen?

    Nicht vollständig.

    Die elektronische Fahrzeugdiagnose kann beispielsweise:

    • Fehlercodes
    • Ladedruck-Sensorwerte
    • Luftmassenwerte
    • Soll-/Istwerte
    • Steuerinformationen

    anzeigen.

    Eine mechanische Dichtigkeitsprüfung beantwortet dagegen direkt die Frage, ob die geprüfte Ladeluftstrecke tatsächlich dicht ist.

    Beide Diagnosemethoden ergänzen sich.

  • Warum ist ein Druckverlust im Ladeluftsystem problematisch?

    Entweicht verdichtete Luft aus der Ladeluftstrecke, erreicht nicht die vorgesehene Luftmenge beziehungsweise der vorgesehene Druck den Motor.

    Die Motorsteuerung und Ladedruckregelung können darauf entsprechend reagieren.

    Die konkreten Auswirkungen hängen von Motor, Regelstrategie und Größe der Undichtigkeit ab.

  • Wo treten Undichtigkeiten im Ladeluftsystem häufig auf

    Grundsätzlich sollten insbesondere Verbindungs- und Übergangsstellen berücksichtigt werden.

    Dazu gehören beispielsweise:

    • Schlauchverbindungen
    • Klick- und Stecksysteme
    • Dichtungen
    • Rohrübergänge
    • Ladeluftkühler
    • Anschlussstellen an Turbolader und Motor

    Die tatsächliche Leckstelle muss am jeweiligen Fahrzeug lokalisiert werden.

  • Kann auch der Ladeluftkühler undicht sein?

    Ja.

    Der Ladeluftkühler gehört bei entsprechenden Fahrzeugen zur druckbeaufschlagten Ladeluftstrecke und kann deshalb grundsätzlich ebenfalls eine Leckstelle darstellen.

    Eine Druckprüfung des geeigneten Systemabschnitts kann bei der Fehlersuche helfen.

  • Muss bei der Prüfung immer mit dem maximal möglichen Druck gearbeitet werden?

    Nein.

    Der zulässige Prüfdruck richtet sich nach Fahrzeug, System und Herstellervorgaben.

    Der maximale Ausgangsdruck eines Prüfgeräts ist kein universeller Soll-Prüfdruck für jedes Fahrzeug.

    Die aktuellen Leitenberger MLPS-Prüfsysteme besitzen beispielsweise ein Sicherheitsventil mit maximal 1 bar Ausgang, trotzdem muss der für das Fahrzeug zulässige Prüfdruck beachtet werden.

  • Was sollte geprüft werden, wenn das Ladeluftsystem dicht ist, aber weiterhin Ladedruckprobleme bestehen?

    Dann sollte die Diagnose auf angrenzende Systeme ausgeweitet werden.

    Je nach Fehlerbild kommen unter anderem infrage:

    • Turbolader
    • pneumatische beziehungsweise elektronische Ladedruckregelung
    • Sensorik
    • Abgasgegendruck
    • Luftmassenmessung
    • Ansaugseite vor dem Turbolader
    • Kurbelgehäuseentlüftung

    Dafür können Prüf- und Diagnosegeräte für Turbolader sowie Kurbelgehäusedruck-Messgeräte für Blow-by-Gase eingesetzt werden.

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