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Prüf-, Diagnose- und Servicegeräte für Verbrennungsmotoren

Prüf-, Diagnose- und Servicegeräte für Verbrennungsmotoren

Eine zuverlässige Motordiagnose kombiniert elektronische Fahrzeugdiagnose mit der direkten Messung mechanischer und physikalischer Motorgrößen. Bei Leistungsverlust, Startproblemen, erhöhtem Ölverbrauch oder unruhigem Motorlauf können beispielsweise Kompressionsdruck, Zylinderdruckverlust, Kurbelgehäusedruck beziehungsweise Blow-by-Menge und Motoröldruck wichtige Hinweise auf den Zustand des Verbrennungsmotors liefern.

Autotestgeräte Leitenberger bietet professionelle Kompressionsdruck-Prüfgeräte, Motordruckverlust-Tester, Kurbelgehäusedruck- und Blow-by-Messgeräte sowie Prüf- und Servicewerkzeuge für Motorschmierung und Öl-Service. Ergänzend stehen Digitalthermometer, Drehzahlmessgeräte und Glühkerzen-Ausdreh- und Ausziehwerkzeuge für unterschiedliche Diagnose- und Wartungsaufgaben an Otto- und Dieselmotoren zur Verfügung.

Häufig gestellte Fragen zur Motordiagnose und zu Motor-Prüfgeräten

Motorprobleme können mechanische, hydraulische, thermische, elektrische oder elektronische Ursachen haben. Fehlercodes und Sensordaten liefern deshalb nicht immer allein eine eindeutige Diagnose. Mechanische Messungen helfen dabei, den tatsächlichen Zustand von Zylindern, Ventilen, Kolbenringen, Kurbelgehäuse und Schmiersystem gezielt zu beurteilen. Hier beantworten wir häufige Fragen zur professionellen Motordiagnose und zur Auswahl geeigneter Prüfgeräte.

  • Welche Prüfungen sind bei einer mechanischen Motordiagnose besonders wichtig?

    Je nach Fehlerbild können insbesondere folgende Prüfungen sinnvoll sein:

    • Kompressionsdruckmessung
    • Motordruckverlustprüfung
    • Kurbelgehäusedruckmessung
    • Blow-by-Mengenmessung
    • Motoröldruckprüfung
    • Temperaturmessung
    • Drehzahlmessung

    Welche Prüfung erforderlich ist, hängt von Motor, Symptom und den Herstellervorgaben ab.

  • Welche Symptome können auf ein mechanisches Motorproblem hinweisen?

    Mögliche Hinweise können beispielsweise sein:

    • Leistungsverlust
    • Startprobleme
    • unruhiger Motorlauf
    • unterschiedliche Zylinderbeiträge
    • erhöhter Ölverbrauch
    • ungewöhnlicher Kurbelgehäusedruck
    • auffällige Blow-by-Menge
    • zu niedriger oder schwankender Öldruck
    • ungewöhnliche Geräusche

    Diese Symptome sind nicht eindeutig. Deshalb sollten Messungen gezielt zur weiteren Eingrenzung eingesetzt werden.

  • Was ist eine Kompressionsdruckprüfung?

    Bei einer Kompressionsdruckprüfung wird der beim Verdichten im jeweiligen Zylinder entstehende Druck gemessen.

    Die Messung erfolgt je nach Motor über:

    • Zündkerzenbohrung
    • Glühkerzenbohrung
    • Injektorbohrung

    mit einem dafür geeigneten Adapter.

    Mit Kompressionsdruck-Prüfgeräten können die Werte der einzelnen Zylinder ermittelt und untereinander sowie mit den Herstellervorgaben verglichen werden.

  • Was kann eine Kompressionsdruckmessung zeigen?

    Die Messung kann zeigen, ob:

    • ein Zylinder einen auffällig niedrigen Kompressionsdruck besitzt,
    • mehrere Zylinder von den Sollwerten abweichen,
    • deutliche Unterschiede zwischen einzelnen Zylindern bestehen.

    Eine niedrige Kompression kann beispielsweise mit Problemen an Ventilen, Kolbenringen oder anderen Komponenten des Brennraums zusammenhängen.

    Die Kompressionsmessung allein lokalisiert die genaue Ursache jedoch nicht automatisch.

  • Kann man mit einer Kompressionsprüfung feststellen, ob ein Ventil oder Kolbenring undicht ist?

    Nicht eindeutig.

    Die Kompressionsprüfung zeigt zunächst, dass der Druckaufbau eines Zylinders auffällig ist.

    Um anschließend genauer festzustellen, wo Druck entweicht, kann eine Motordruckverlustprüfung durchgeführt werden.

  • Was ist der Unterschied zwischen Kompressionsprüfung und Motordruckverlustprüfung?

    Bei der Kompressionsprüfung erzeugt der Motor während des Anlassvorgangs selbst den zu messenden Kompressionsdruck.

    Bei der Druckverlustprüfung wird dagegen ein definierter Zylinder über Werkstattdruckluft beaufschlagt.

    Dadurch kann untersucht werden, wie viel Druck verloren geht und über welchen Bereich die Luft entweicht.

    Beide Verfahren ergänzen sich.

  • Welche Prüfung sollte zuerst durchgeführt werden – Kompression oder Druckverlust?

    Bei einem entsprechenden Fehlerbild wird häufig zunächst die Kompression der einzelnen Zylinder verglichen.

    Zeigt sich dabei eine Auffälligkeit, kann anschließend eine Motordruckverlustprüfung helfen, die Ursache weiter einzugrenzen.

    Je nach Fahrzeug, Fehlerbild und Herstellervorgabe kann die Prüfstrategie jedoch unterschiedlich sein.

  • Wie funktioniert ein Motordruckverlusttest?

    Der zu prüfende Zylinder wird in die für den Test vorgeschriebene Position gebracht und anschließend über einen geeigneten Adapter mit Druckluft beaufschlagt.

    Das Prüfgerät zeigt den vorhandenen Druckverlust an.

    Gleichzeitig kann beobachtet beziehungsweise gehört werden, wo Luft aus dem Brennraum entweicht.

  • Welche Fehler können bei einer Druckverlustprüfung eingegrenzt werden?

    Je nachdem, wo die eingeblasene Luft austritt, können Hinweise auf unterschiedliche Bereiche entstehen.

    Mögliche Ursachen sind beispielsweise:

    • undichtes Einlassventil
    • undichtes Auslassventil
    • Kolbenringe beziehungsweise Zylinder
    • Zylinderkopfdichtung oder angrenzende Bereiche

    Die Messergebnisse müssen immer im Zusammenhang mit Motoraufbau und Herstellervorgaben beurteilt werden.

  • Warum muss der Kolben für die Druckverlustprüfung richtig positioniert werden?

    Für eine aussagekräftige Prüfung müssen sich die Ventile des betreffenden Zylinders in der vorgesehenen geschlossenen Position befinden.

    Dafür wird der Motor entsprechend positioniert.

    Für diese Aufgabe stehen unter anderem OT-Werkzeuge zur Bestimmung beziehungsweise Einstellung des oberen Totpunkts zur Verfügung.

  • Was ist der obere Totpunkt?

    Der obere Totpunkt, kurz OT, ist die höchste Position des Kolbens im Zylinder.

    Je nach Arbeitsschritt ist insbesondere der obere Totpunkt im Verdichtungstakt relevant, bei dem Einlass- und Auslassventil geschlossen sind.

    Das ist beispielsweise für eine Motordruckverlustprüfung wichtig.

  • Gibt es Geräte, die Kompression und Druckverlust gemeinsam prüfen können?

    Ja.

    Leitenberger bietet Systeme, bei denen beide Diagnoseverfahren kombiniert beziehungsweise mit gemeinsamem Adapterprogramm eingesetzt werden können.

    Ein Beispiel ist der Kompressions- und Motordruckverlust-Tester DRV 05_BT sowie entsprechende kombinierte Prüfsets.

    Je nach Produkt können Messwerte zusätzlich digital verarbeitet und dokumentiert werden.

  • Sind alle Kompressions- und Druckverlusttester Bluetooth-fähig?

    Nein.

    Bluetooth ist eine Zusatzfunktion bestimmter digitaler Geräte.

    Klassische analoge und andere digitale Prüfgeräte arbeiten ohne Bluetooth.

    Die Ausstattung muss deshalb immer anhand des konkreten Produkts ausgewählt werden.

  • Welchen Vorteil bietet eine digitale beziehungsweise Bluetooth-gestützte Motordiagnose?

    Je nach Gerät können Messwerte:

    • digital angezeigt,
    • gespeichert,
    • an ein mobiles Endgerät übertragen,
    • miteinander verglichen,
    • dokumentiert

    werden.

    Das kann insbesondere bei der Beurteilung mehrerer Zylinder und bei der Dokumentation gegenüber Kunden hilfreich sein.

  • Kann eine elektronische Fahrzeugdiagnose die Kompressionsmessung ersetzen?

    Nicht vollständig.

    Eine elektronische Diagnose kann beispielsweise:

    • Fehlercodes
    • Verbrennungsaussetzer
    • Zylinderbeiträge
    • Sensorwerte
    • Stellgrößen

    anzeigen.

    Eine mechanische Kompressions- oder Druckverlustprüfung untersucht dagegen direkt das tatsächliche Druckverhalten des Brennraums.

    Beide Diagnosewege können sich deshalb ergänzen.

  • Was sind Blow-by-Gase?

    Ein Teil der Verbrennungsgase kann zwischen Kolben, Kolbenringen und Zylinderwand in das Kurbelgehäuse gelangen.

    Diese Gase werden als Blow-by beziehungsweise Leckgase bezeichnet.

    Die Menge hängt unter anderem vom Motorzustand und den Betriebsbedingungen ab.

  • Was sagt eine erhöhte Blow-by-Menge aus?

    Eine auffällige Blow-by-Menge kann ein Hinweis auf erhöhten Gasdurchtritt in das Kurbelgehäuse sein.

    Mögliche Einflussbereiche sind beispielsweise:

    • Kolbenringe
    • Zylinderlaufbahn
    • Ventilführungen
    • bei aufgeladenen Motoren auch angrenzende Turboladerbereiche

    Ein einzelner Messwert sollte jedoch immer mit den für den Motor vorgesehenen Referenzwerten beziehungsweise Herstellervorgaben verglichen werden.

  • Was ist der Unterschied zwischen Blow-by-Menge und Kurbelgehäusedruck?

    Das sind zwei unterschiedliche Messgrößen.

    Die Blow-by-Menge beschreibt den Gasvolumenstrom und wird beispielsweise in Litern pro Minute gemessen.

    Der Kurbelgehäusedruck beschreibt dagegen den vorhandenen Druck beziehungsweise Unterdruck im Kurbelgehäuse.

    Deshalb gibt es hierfür unterschiedliche Kurbelgehäusedruck- und Blow-by-Messgeräte.

  • Warum kann die Kurbelgehäuseentlüftung die Messung beeinflussen?

    Die Kurbelgehäuseentlüftung führt Blow-by-Gase aus dem Kurbelgehäuse ab.

    Eine Störung oder Einschränkung dieses Systems kann den Kurbelgehäusedruck beeinflussen.

    Bei auffälligen Messwerten muss deshalb das gesamte Kurbelgehäuse- und Entlüftungssystem berücksichtigt werden.

  • Kann ein Problem am Turbolader den Kurbelgehäusebereich beeinflussen?

    Je nach Motorkonstruktion und Fehlerbild können auch Turbolader und dessen Lagerung bei der Diagnose des Kurbelgehäuses eine Rolle spielen.

    Für eine weiterführende Prüfung stehen Prüf- und Diagnosegeräte für Turbolader zur Verfügung.

  • Warum wird der Motoröldruck gemessen?

    Der Motoröldruck ist eine wichtige Größe für die Versorgung der Schmierstellen des Verbrennungsmotors.

    Eine mechanische Öldruckmessung kann beispielsweise sinnvoll sein bei:

    • Öldruckwarnung
    • unplausiblen Sensordaten
    • auffälligen Motorgeräuschen
    • Verdacht auf Probleme mit Ölpumpe oder Schmierkreislauf
    • Kontrolle nach Reparaturen

    Für solche Prüfungen stehen entsprechende Geräte unter Motorschmierung und Öl-Service zur Verfügung.

  • Bedeutet ein niedriger Öldruck automatisch, dass die Ölpumpe defekt ist?

    Nein.

    Ein zu niedriger Motoröldruck kann unterschiedliche Ursachen haben.

    Dazu können unter anderem gehören:

    • Ölstand oder ungeeignetes Öl
    • Öltemperatur beziehungsweise Viskosität
    • Verschleiß im Motor
    • Probleme im Ölkreislauf
    • Ölpumpe
    • Druckregelung
    • Filter oder Ansaugbereich

    Die Ursache muss deshalb systematisch eingegrenzt werden.

  • Warum muss der Öldruck bei der richtigen Temperatur gemessen werden?

    Die Viskosität des Motoröls verändert sich mit der Temperatur.

    Dadurch kann sich auch der gemessene Öldruck verändern.

    Ein Messwert ist deshalb nur sinnvoll mit dem entsprechenden Sollwert vergleichbar, wenn die vorgeschriebenen Betriebsbedingungen eingehalten werden.

  • Was gehört zum professionellen Motoröl-Service?

    Je nach Fahrzeug können dazu beispielsweise gehören:

    • Motoröl ablassen oder absaugen
    • Ölfilter wechseln
    • korrektes Motoröl einfüllen
    • Ölstand prüfen
    • gegebenenfalls Motoröldruck prüfen

    Für diese Arbeiten stehenPrüf- und Servicegeräte für Motorschmierung und Öl-Service zur Verfügung.

  • Wann kann Motoröl abgesaugt statt abgelassen werden?

    Das hängt von Motorkonstruktion und Herstellervorgabe ab.

    Bei dafür geeigneten Motoren kann das Motoröl über einen vorgesehenen Zugang abgesaugt werden.

    Für entsprechende Arbeiten stehen im Pumpencluster Vakuum-Absauggeräte und Auffangbehälter sowie weitere Pumpenlösungen zur Verfügung.

  • Warum wird bei der Motordiagnose die Temperatur gemessen?

    Temperaturmessungen können bei unterschiedlichen Diagnose- und Servicearbeiten hilfreich sein.

    Beispiele sind:

    • Vergleich verschiedener Bauteiltemperaturen
    • Kontrolle von Erwärmungs- oder Abkühlvorgängen
    • Prüfung thermischer Unterschiede
    • Überwachung von Betriebsbedingungen

    Dafür stehen Digitalthermometer für Werkstatt und Diagnose zur Verfügung.

  • Wofür wird die Motordrehzahl extern gemessen?

    Eine unabhängige Drehzahlmessung kann beispielsweise sinnvoll sein, wenn:

    • kein geeignetes elektronisches Drehzahlsignal verfügbar ist,
    • eine externe Vergleichsmessung erforderlich ist,
    • an Motoren, Maschinen oder rotierenden Komponenten gearbeitet wird.

    Dafür stehen Drehzahlmessgeräte mit berührungsloser beziehungsweise mechanischer Messmöglichkeit zur Verfügung.

  • Was ist der Vorteil einer berührungslosen Drehzahlmessung?

    Bei einer optischen beziehungsweise berührungslosen Messung muss das Messgerät die rotierende Komponente nicht mechanisch berühren.

    Das kann je nach Anwendung die Messung vereinfachen.

    Der konkrete Messaufbau muss trotzdem sicher und für die rotierende Komponente geeignet sein.

  • Was ist zu tun, wenn eine Glühkerze festsitzt?

    Festsitzende Glühkerzen erfordern besondere Vorsicht, da ein Abreißen beziehungsweise eine Beschädigung erhebliche Folgearbeiten verursachen kann.

    Für den kontrollierten Ausbau stehen spezielle Glühkerzen-Ausdreh- und Ausziehwerkzeuge in verschiedenen Schlüsselweiten zur Verfügung.

  • Ist ein Glühkerzenprüfgerät dasselbe wie ein Glühkerzen-Ausziehwerkzeug?

    Nein.

    Ein Glühkerzenprüfgerät überprüft die elektrische beziehungsweise funktionale Eigenschaft der Glühkerze.

    Ein Ausdreh- oder Ausziehwerkzeug dient dagegen der mechanischen Demontage.

    Elektrische Prüfgeräte finden Sie unter Glühkerzen-Prüfgeräte, während die mechanischen Ausbauwerkzeuge im Motorcluster geführt werden.

  • Welche Diagnose ist bei Leistungsverlust sinnvoll?

    Das hängt stark vom Fehlerbild ab.

    Je nach Motor können beispielsweise geprüft werden:

    • elektronische Fehlercodes und Messwerte
    • Kompressionsdruck
    • Zylinderdruckverlust
    • Kraftstoffdruck und Einspritzsystem
    • Ansaug- und Ladeluftsystem
    • Turbolader
    • Abgasgegendruck
    • Kurbelgehäusedruck beziehungsweise Blow-by
    • Motoröldruck

    Eine systematische Diagnose sollte deshalb nicht vorschnell nur eine einzelne Komponente als Ursache annehmen.

  • Welche Prüfung ist bei erhöhtem Ölverbrauch sinnvoll?

    Erhöhter Ölverbrauch kann unterschiedliche Ursachen haben.

    Je nach Fehlerbild können unter anderem relevant sein:

    • äußere Leckagen
    • Kurbelgehäuseentlüftung
    • Kompression
    • Druckverlust
    • Blow-by-Menge
    • Ventilführungen beziehungsweise Ventilschaftabdichtung
    • Kolbenringe und Zylinder
    • Turbolader

    Kompressionsdruck-Prüfgeräte, Motordruckverlust-Tester und Kurbelgehäusedruck- und Blow-by-Messgeräte können deshalb unterschiedliche Teile der mechanischen Diagnose unterstützen.

  • Welche Motor-Prüfausrüstung ist für eine professionelle Werkstatt sinnvoll?

    Die konkrete Ausstattung hängt vom Fahrzeug- und Motorenspektrum ab.

    Eine breite mechanische Motordiagnose kann beispielsweise umfassen:

    Damit lassen sich elektronische Diagnosedaten durch direkte mechanische und physikalische Messungen ergänzen.

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