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Prüf- und Diagnosegeräte für Kraftstoffsysteme

Common-Rail-Rücklaufmengen-Prüfgeräte für Injektoren

Rücklaufmengen von Common-Rail-Injektoren vergleichen und beurteilen! 

Ein Teil des Kraftstoffs wird während des Betriebs eines Common-Rail-Injektors über den Rücklauf abgeführt.

Mit einer Rücklaufmengenprüfung können die Rücklaufvolumina mehrerer Injektoren gleichzeitig erfasst und miteinander beziehungsweise mit den Fahrzeughersteller-Vorgaben verglichen werden.

Deutlich voneinander abweichende Rücklaufmengen können Hinweise auf verschlissene oder fehlerhafte Injektoren liefern und beispielsweise bei der Diagnose von:

  • Startproblemen
  • unruhigem Motorlauf
  • unzureichendem Raildruck
  • Leistungsverlust

helfen.

Die Leitenberger-Prüfgeräte ermöglichen die vergleichende Prüfung von vier beziehungsweise sechs Common-Rail-Injektoren. Je nach Injektorsystem und Herstellervorgabe können zusätzliche Adapter oder ein Gegendruckventil erforderlich sein.

Eine Rücklaufmengenprüfung ist ein wichtiges Diagnoseverfahren, ersetzt aber nicht in jedem Fall eine weitergehende Injektorprüfung auf einem Prüfstand.

Häufig gestellte Fragen zur Common-Rail-Rücklaufmengenprüfung

Die Rücklaufmengenprüfung ist ein bewährtes Diagnoseverfahren zur Beurteilung von Common-Rail-Injektoren direkt am eingebauten Motor. Dabei werden die Rücklaufmengen mehrerer Injektoren miteinander beziehungsweise mit den Vorgaben des Fahrzeug- oder Injektorherstellers verglichen.

  • Was ist die Rücklaufmenge eines Common-Rail-Injektors?

    Ein Common-Rail-Injektor erhält Kraftstoff unter hohem Druck aus dem Rail. Nicht der gesamte zugeführte Kraftstoff wird in den Brennraum eingespritzt.

    Ein Teil des Kraftstoffs wird zur internen Funktion und Schmierung des Injektors benötigt und fließt anschließend über die Rücklaufleitung zurück.

    Diese Kraftstoffmenge wird als Rücklaufmenge beziehungsweise Leckölmenge bezeichnet.

  • Was sagt die Rücklaufmenge über einen Common-Rail-Injektor aus?

    Die Rücklaufmenge kann Hinweise auf den hydraulischen Zustand eines Injektors geben.

    Weicht die Rücklaufmenge eines Injektors deutlich von den anderen Injektoren beziehungsweise vom zulässigen Herstellersollwert ab, kann dies auf Verschleiß oder einen Fehler innerhalb des Injektors hinweisen.

    Die genaue Bewertung muss jedoch nach den Vorgaben des Fahrzeug- beziehungsweise Injektorherstellers erfolgen.

  • Wie funktioniert eine Common-Rail-Rücklaufmengenprüfung?

    Die Rücklaufleitungen der zu prüfenden Injektoren werden entsprechend dem vorgesehenen Prüfverfahren mit dem Rücklaufmengen-Prüfgerät verbunden.

    Der zurückströmende Kraftstoff wird für jeden Injektor getrennt aufgefangen beziehungsweise in einem skalierten Messbereich sichtbar gemacht.

    Nach dem vorgeschriebenen Prüfablauf werden die Rücklaufmengen miteinander und – soweit vorhanden – mit den Herstellersollwerten verglichen.

    Dadurch lassen sich auffällige Injektoren schnell erkennen.

  • Warum werden mehrere Injektoren gleichzeitig gemessen?

    Die gleichzeitige Messung ermöglicht einen direkten Vergleich der Injektoren unter denselben Betriebsbedingungen.

    Wenn beispielsweise fünf Injektoren ähnliche Rücklaufmengen aufweisen und ein Injektor deutlich davon abweicht, ist die Abweichung unmittelbar sichtbar.

    Das Leitenberger CRMK 01 ermöglicht die gleichzeitige Prüfung von bis zu sechs Injektoren, das CRMK 02 von bis zu vier Injektoren.

  • Kann eine zu hohe Rücklaufmenge Startprobleme verursachen?

    Ja. Eine stark erhöhte interne Rücklaufmenge eines oder mehrerer Injektoren kann dazu beitragen, dass insbesondere während des Startvorgangs nicht ausreichend Raildruck aufgebaut wird.

    Das kann sich beispielsweise durch langes Starten oder einen nicht startenden Motor bemerkbar machen.

    Ein unzureichender Raildruck kann jedoch auch andere Ursachen besitzen. Deshalb sollte bei Bedarf zusätzlich der Common-Rail-Hochdruck sowie die Kraftstoffversorgung im Niederdruckbereich geprüft werden.

  • Bedeutet eine abweichende Rücklaufmenge immer, dass der Injektor defekt ist?

    Nein. Eine auffällige Rücklaufmenge ist ein wichtiger Diagnosehinweis, sollte aber nicht isoliert bewertet werden.

    Das Messergebnis kann unter anderem vom:

    • Injektortyp
    • Kraftstoffsystem
    • Betriebszustand
    • Kraftstofftemperatur
    • Prüfzeitraum
    • vorgesehenen Rücklaufdruck

    abhängen.

    Die endgültige Bewertung sollte deshalb nach den Herstellervorgaben und gegebenenfalls mit weiteren Injektorprüfungen erfolgen.

  • Kann die Rücklaufmenge bei Piezo-Injektoren ebenfalls geprüft werden?

    Bei geeigneten Piezo-Injektoren ist eine Rücklaufmengenprüfung möglich. Dabei können jedoch besondere Anforderungen an den Rücklauf beziehungsweise einen definierten Gegendruck bestehen.

    Für die Leitenberger CRMK-Prüfgeräte steht hierfür beispielsweise ein 90°-Adapter mit integriertem Gegendruckventil zur Verfügung.

    Vor der Prüfung muss deshalb geklärt werden, welches Prüfverfahren für den jeweiligen Injektortyp vorgeschrieben ist.

  • Für welche Injektorhersteller eignen sich die Leitenberger Rücklaufmengen-Prüfgeräte?

    Die aktuellen Leitenberger CRMK-Prüfgeräte werden mit Anschlussmöglichkeiten für Injektoren verschiedener Hersteller angeboten.

    Dazu gehören unter anderem:

    • Bosch
    • Delphi
    • Denso
    • VDO/Siemens beziehungsweise Continental

    Entscheidend ist die konkrete Anschlussausführung des jeweiligen Injektors.

  • Was ist der Unterschied zwischen Rücklaufmengenprüfung und Rücklaufdruckmessung?

    Bei einer Rücklaufmengenprüfung wird das zurückströmende Kraftstoffvolumen gemessen beziehungsweise verglichen.

    Bei der Rücklaufdruckmessung wird dagegen der Druck im Rücklauf des Injektors bestimmt.

    Die beiden Prüfverfahren untersuchen damit unterschiedliche Eigenschaften des Injektors beziehungsweise Rücklaufsystems.

    Insbesondere bei bestimmten Piezo-Injektoren kann der Rücklaufdruck eine zusätzliche relevante Diagnosegröße sein.

  • Was ist der Unterschied zwischen einer Rücklaufmengenprüfung und einem Injektorprüfstand?

    Die Rücklaufmengenprüfung ist eine schnelle Diagnose am eingebauten Motor. Sie hilft dabei, auffällige Injektoren zu identifizieren, ohne diese zunächst ausbauen zu müssen.

    Ein Injektorprüfstand ermöglicht dagegen eine wesentlich umfassendere Prüfung eines ausgebauten Injektors unter definierten Prüfbedingungen.

    Je nach Prüfstand können beispielsweise Einspritzmenge, Rücklaufmenge, Dichtheit, elektrische Ansteuerung und unterschiedliche Betriebspunkte geprüft werden.

    Die Rücklaufmengenprüfung dient deshalb vor allem der schnellen Fehlerlokalisierung im Fahrzeug, während ein Prüfstand eine detailliertere Injektorbeurteilung ermöglicht.

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