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Prüf- und Servicegeräte für Getriebe und Getriebeöl

Getriebeöl-Füllpumpen und Fülladapter

Getriebe, Verteilergetriebe und Differentiale besitzen je nach Fahrzeug unterschiedliche Einfüllöffnungen und vorgeschriebene Befüllverfahren. Besonders bei schwer zugänglichen Einfüllstellen erleichtert eine geeignete Getriebeöl-Füllpumpe das kontrollierte und saubere Einbringen des vorgeschriebenen Getriebeöls.

Autotestgeräte Leitenberger bietet professionelle Getriebeöl-Füllpumpen sowie schnell wechselbare Fülladapter für unterschiedliche Fahrzeug- und Getriebeanwendungen. Je nach Ausführung können Getriebeöl befüllt, abgesaugt oder umgefüllt und passende Adapter individuell an den Fahrzeugbestand der Werkstatt angepasst werden.

Häufig gestellte Fragen zu Getriebeöl-Füllpumpen und Fülladaptern

Getriebeöl muss mit der richtigen Spezifikation und nach dem vom Fahrzeug- beziehungsweise Getriebehersteller vorgesehenen Verfahren eingefüllt werden. Dabei unterscheiden sich Einfüllöffnungen, Adapter, Füllmengen und Verfahren teilweise erheblich. Hier beantworten wir häufige Fragen zur professionellen Getriebeölbefüllung und zur Auswahl der passenden Füllpumpe und Adapter.

  • Wofür wird eine Getriebeöl-Füllpumpe benötigt?

    Eine Getriebeöl-Füllpumpe dient dazu, Getriebeöl kontrolliert vom Vorratsbehälter zur vorgesehenen Einfüllöffnung des Getriebes zu fördern.

    Sie ist besonders hilfreich, wenn:

    • die Einfüllöffnung schwer zugänglich ist,
    • das Getriebe von unten befüllt wird,
    • ein spezieller Fülladapter erforderlich ist,
    • größere Ölmengen kontrolliert eingebracht werden sollen.

    Die genaue Befüllung richtet sich nach den Vorgaben des jeweiligen Fahrzeug- beziehungsweise Getriebeherstellers.

  • Welche Getriebe können mit einer Getriebeöl-Füllpumpe befüllt werden?

    Die Leitenberger GFP-Füllpumpen sind insbesondere für unterschiedliche:

    • Schaltgetriebe
    • Verteilergetriebe
    • Differentiale

    vorgesehen.

    Mit geeigneten Adaptern können je nach Fahrzeug und Getriebe weitere Befüllanwendungen abgedeckt werden.

    Für einen kompletten Ölwechsel beziehungsweise eine Spülung moderner Automatikgetriebe stehen zusätzlich Automatikgetriebe-Spülgeräte zur Verfügung.

  • Kann eine Getriebeöl-Füllpumpe auch für Automatikgetriebe verwendet werden?

    Das hängt vom konkreten Getriebe und dem vorgeschriebenen Serviceverfahren ab.

    Bei manchen Automatikgetrieben kann Getriebeöl über eine definierte Füllöffnung und einen passenden Adapter eingebracht werden.

    Bei anderen Getrieben sind spezielle Befüll-, Temperatur- oder Spülverfahren vorgeschrieben.

    Vor der Verwendung muss deshalb immer die jeweilige Herstellervorgabe geprüft werden.

  • Warum besitzen moderne Getriebe häufig keine einfach zugängliche Einfüllöffnung?

    Getriebe werden immer kompakter in das Fahrzeug integriert.

    Einfüll- und Kontrollöffnungen befinden sich deshalb häufig:

    • an der Getriebeseite,
    • unter dem Fahrzeug,
    • an einer Ablass-/Überlaufkonstruktion
    • oder an schwer zugänglichen Stellen.

    Füllpumpen und abgewinkelte beziehungsweise fahrzeugspezifische Adapter erleichtern den Zugang zu diesen Öffnungen.

  • Wie funktioniert die Getriebeöl-Füllpumpe GFP 01?

    Die GFP 01 fördert Getriebeöl aus einem separaten Vorratsbehälter über einen Füllschlauch zum Getriebe.

    Die Pumpe wird in Verbindung mit dem passenden GFPA-Fülladapter eingesetzt.

    Ein schließbarer Kugelhahn unterstützt dabei ein kontrolliertes und sauberes Arbeiten.

  • Wie groß ist der Behälter der GFP 01?

    Die GFP 01 wird mit einem Kunststoffbehälter mit 10 Liter Fassungsvermögen geliefert.

    Der Behälter besitzt eine Skalierung und ermöglicht dadurch eine einfache Kontrolle der eingefüllten beziehungsweise vorhandenen Ölmenge.

  • Wie lang ist der Füllschlauch der GFP 01?

    Der Füllschlauch der GFP 01 ist 2 Meter lang.

    Dadurch kann der Vorratsbehälter beziehungsweise die Pumpe in geeigneter Position neben dem Fahrzeug platziert werden, während der Adapter am Getriebe angeschlossen ist.

  • Warum besitzt die Getriebeöl-Füllpumpe einen Kugelhahn?

    Der Kugelhahn ermöglicht es, den Ölfluss am Füllsystem zu schließen.

    Dadurch kann beispielsweise vor dem Abkuppeln eines Adapters verhindert werden, dass Getriebeöl unkontrolliert aus dem Füllschlauch austritt.

    Das unterstützt ein sauberes Arbeiten in der Werkstatt.

  • Was ist der Unterschied zwischen GFP 01 und GFP 01.1?

    Die GFP 01 wird als Set mit Fülladaptern für verschiedene VW- und Audi-Anwendungen angeboten.

    Die GFP 01.1 ist die Getriebeöl-Füllpumpe ohne diesen fahrzeugspezifischen Adapterumfang.

    Für eine Mehrmarkenwerkstatt kann die Grundpumpe deshalb individuell mit den benötigten GFPA-Adaptern ergänzt werden.

  • Welche Adapter sind bei der GFP 01 enthalten?

    Die aktuelle GFP 01 enthält fünf Fülladapter für VW- und Audi-Anwendungen.

    Dazu gehören:

    • GFPA 03 – Winkelform kurz
    • GFPA 04 – Winkelform mittel
    • GFPA 05 – M10x1
    • GFPA 06 – M24x1,5
    • GFPA 07 – M22x1,5

    Weitere Adapter können entsprechend dem Fahrzeugbestand ergänzt werden

  • Warum gibt es so viele unterschiedliche Getriebeöl-Fülladapter?

    Fahrzeug- und Getriebehersteller verwenden unterschiedliche:

    • Gewinde
    • Öffnungsdurchmesser
    • Einfüllpositionen
    • Anschlussformen
    • Rohr- beziehungsweise Adaptergeometrien

    Deshalb ist kein einzelner Gewindeadapter für alle Getriebe geeignet.

    Ein passender Adapter erleichtert die Befüllung und verhindert improvisierte Anschlusslösungen.

  • Für welche Fahrzeughersteller gibt es GFPA-Adapter?

    Das aktuelle Sortiment enthält unter anderem Fülladapter für Anwendungen bei:

    • Ford
    • BMW
    • VW
    • Audi
    • Mercedes-Benz
    • Toyota
    • Volvo
    • Nissan
    • Infiniti

    Zusätzlich steht ein universeller Fülladapter zur Verfügung.

    Entscheidend ist jedoch immer die konkrete Getriebe- beziehungsweise Fahrzeuganwendung und nicht allein die Fahrzeugmarke.

  • Gibt es einen Universaladapter für Getriebeöl?

    Ja.

    Der GFPA 13 ist als universeller Getriebeöl-Fülladapter ausgelegt.

    Er arbeitet mit einem Gummikonus, Kugelhahn und 2-m-Schlauch und wird in Verbindung mit der Getriebeöl-Füllpumpe GFP 01 eingesetzt.

    Ein Universaladapter ersetzt jedoch nicht in jeder Anwendung einen exakt passenden Gewinde- oder Formadapter.

  • Was ist der Vorteil einer Schnellkupplung an den Fülladaptern?

    Die GFPA-Adapter lassen sich über die Schnellkupplung am Füllschlauch wechseln.

    Dadurch kann dieselbe Getriebeöl-Füllpumpe für verschiedene Fahrzeuganwendungen eingesetzt werden, ohne den kompletten Füllaufbau austauschen zu müssen.

    Das ist besonders für Mehrmarkenwerkstätten interessant.

  • Wie finde ich den richtigen Getriebeöl-Fülladapter?

    Wichtig sind insbesondere:

    • Fahrzeughersteller
    • Modell
    • Baujahr beziehungsweise Baureihe
    • Getriebetyp
    • Lage und Ausführung der Einfüllöffnung
    • vorgeschriebenes Befüllverfahren

    Die Auswahl sollte anhand der aktuellen Adapterzuordnung beziehungsweise technischen Informationen erfolgen.

    Nur die Fahrzeugmarke reicht für eine sichere Zuordnung häufig nicht aus.

  • Kann über die Füllpumpe eine genaue Ölmenge eingefüllt werden?

    Der skalierte Vorratsbehälter unterstützt bei der Kontrolle der geförderten Ölmenge.

    Die korrekte Getriebeölbefüllung darf jedoch nicht ausschließlich anhand der Behälterskala beurteilt werden.

    Je nach Getriebe wird der richtige Ölstand beispielsweise über:

    • vorgeschriebene Füllmenge,
    • Überlauföffnung,
    • Ölstandsschraube,
    • Peilstab
    • oder ein temperaturabhängiges Verfahren

    bestimmt.

    Maßgeblich sind die Herstellervorgaben.

  • Warum ist die Getriebeöltemperatur beim Befüllen wichtig?

    Bei vielen Getrieben verändert sich der kontrollierte Ölstand mit der Temperatur.

    Deshalb schreiben Hersteller häufig einen bestimmten Temperaturbereich für die abschließende Ölstandskontrolle vor.

    Die Temperatur kann je nach Fahrzeug über die elektronische Diagnose oder andere vorgesehene Messverfahren kontrolliert werden.

  • Muss das Fahrzeug beim Einstellen des Getriebeölstands waagerecht stehen?

    Bei vielen Getrieben ist eine waagerechte Fahrzeugposition Bestandteil des vorgeschriebenen Ölstandverfahrens.

    Das gilt insbesondere bei Systemen, bei denen der Ölstand über eine Einfüll- beziehungsweise Überlauföffnung eingestellt wird.

    Entscheidend ist jedoch immer die konkrete Serviceanweisung des Getriebeherstellers

  • Warum darf ein Getriebe nicht überfüllt werden?

    Ein zu hoher Ölstand kann ebenso problematisch sein wie ein zu niedriger.

    Je nach Getriebekonstruktion kann eine Überfüllung beispielsweise das Strömungs-, Temperatur- oder Schmierverhalten beeinflussen.

    Deshalb sollte das Getriebe weder nach Gefühl noch vorsorglich „etwas voller“ befüllt werden.

  • Was passiert bei zu wenig Getriebeöl?

    Zu wenig Getriebeöl kann je nach Getriebe die:

    • Schmierung
    • Kühlung
    • hydraulische Versorgung
    • Lager- und Zahnradversorgung

    beeinträchtigen.

    Bei Automatikgetrieben können zusätzlich hydraulisch betätigte Schaltelemente betroffen sein.

    Deshalb sollte der Ölstand bei entsprechenden Symptomen nach Herstellervorgabe kontrolliert werden.

  • Kann dieselbe Füllpumpe für unterschiedliche Getriebeöle verwendet werden?

    Grundsätzlich kann eine geeignete Pumpe für unterschiedliche kompatible Getriebeöle eingesetzt werden.

    Dabei muss jedoch verhindert werden, dass sich verschiedene beziehungsweise nicht miteinander kompatible Ölspezifikationen unbeabsichtigt vermischen.

    Bei häufig wechselnden Ölsorten sollte die Werkstatt deshalb ein geeignetes Reinigungs-, Trenn- beziehungsweise Pumpenkonzept festlegen.

  • Warum darf nicht irgendein Getriebeöl eingefüllt werden?

    Getriebeöle unterscheiden sich unter anderem bei:

    • Viskosität
    • Additivierung
    • Reibwertverhalten
    • Materialverträglichkeit
    • Herstellerfreigaben

    Besonders Automatik- und Doppelkupplungsgetriebe können sehr spezifische Anforderungen an das verwendete Öl stellen.

    Es darf deshalb ausschließlich eine für das jeweilige Getriebe vorgeschriebene beziehungsweise freigegebene Flüssigkeit verwendet werden.

  • Kann mit einer Getriebeölpumpe auch Öl abgesaugt werden?

    Das hängt von der Pumpenausführung ab.

    Die HAP 01.1 ist beispielsweise als Druck- und Vakuumpumpe zum Absaugen, Befüllen und Spülen von Getriebeöl ausgelegt.

    Die GFP-Serie ist dagegen in erster Linie als Getriebeöl-Füllsystem mit Vorratsbehälter und wechselbaren Fülladaptern konzipiert.

  • Was ist die HAP 01.1?

    Die HAP 01.1 ist eine kompakte Aluminium-Druck- und Vakuumpumpe.

    Sie kann zum:

    • Absaugen
    • Befüllen
    • Spülen

    von Getriebeöl eingesetzt werden.

    Durch getrennte Druck- und Vakuumanschlüsse können unterschiedliche Serviceaufgaben mit einer Handpumpe durchgeführt werden.

  • Welche Leistung besitzt die HAP 01.1?

    Die HAP 01.1 besitzt laut Geräteangaben:

    • eine Druckleistung von mindestens 2 bar,
    • eine Vakuumleistung von etwa 0,8 bar,
    • ein Pumpvolumen von 250 ml.

    Damit unterscheidet sie sich deutlich vom 10-Liter-Füllsystem der GFP-Serie und eignet sich eher für kompakte Absaug-, Befüll- und Umfüllarbeiten.

  • Ist eine Füllpumpe dasselbe wie ein Automatikgetriebe-Spülgerät?

    Nein.

    Eine Füllpumpe dient primär dazu, Getriebeöl kontrolliert in beziehungsweise gegebenenfalls aus einem Aggregat zu fördern.

    Ein Automatikgetriebe-Spülgerät ist dagegen für einen definierten Ölwechsel beziehungsweise Spülprozess im Ölkreislauf eines geeigneten Automatikgetriebes ausgelegt.

    Beide Geräte erfüllen deshalb unterschiedliche Werkstattaufgaben.

  • Können die GFPA-Fülladapter auch mit dem Automatikgetriebe-Spülgerät verwendet werden?

    Für das Leitenberger AGSG steht mit AG 41 ein Verbindungsadapter zur Verfügung.

    Dieser besitzt einen AGSG-Anschluss und eine DN5-Kupplung für GFPA-Fülladapter.

    Dadurch können geeignete GFPA-Adapter auch in entsprechenden AGSG-Befüllanwendungen genutzt werden.

    Die konkrete Fahrzeug- und Getriebeanwendung muss dabei weiterhin geprüft werden.

  • Sollte das alte Getriebeöl vor dem Befüllen untersucht werden?

    Bei einem auffälligen Getriebe oder Verdacht auf Medienvermischung kann das sinnvoll sein.

    Besteht beispielsweise der Verdacht, dass Kühlflüssigkeit über einen Wärmetauscher in das Getriebeöl gelangt ist, stehen spezielle Getriebeöl-Prüfgeräte für Kühlmittelnachweis zur Verfügung.

    Eine reine Neubefüllung würde die eigentliche Ursache einer solchen Verunreinigung nicht beseitigen.

  • Wann sollte zusätzlich der Getriebeöldruck geprüft werden?

    Bei Schaltproblemen oder Verdacht auf einen hydraulischen Fehler kann eine mechanische Druckmessung zusätzliche Informationen liefern.

    Dafür stehen Getriebeöldruck-Prüfgeräte für Automatikgetriebezur Verfügung.

    Ölstand, Ölspezifikation und Temperatur sollten dabei ebenfalls berücksichtigt werden.

  • Welche Ausstattung ist für einen professionellen Getriebeöl-Service sinnvoll?

    Je nach Werkstattangebot können insbesondere sinnvoll sein:

    Weitere Lösungen finden Sie unter Prüf- und Servicegeräte für Getriebe und Getriebeöl.

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