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Prüf- und Diagnosegeräte für Kraftstoffsysteme

Common-Rail-Hochdruckprüfgeräte

  • Das Common-Rail-System ist aus mehreren Modulen aufgebaut.
  • Für das Einspritzverhalten des Systems sind folgende Komponenten verantwortlich:
    • magnetventilgesteuerte Injektoren, die im Zylinderkopf eingeschraubt sind
    • Druckspeicher (Rail)
    • Hochdruckpumpe
  • Der Druck im System wird unabhängig von der Einspritzung erzeugt.
  • Die Drehzahl der Hochdruckpumpe ist mit einem festen Übersetzungsverhältnis an die Motordrehzahl gekoppelt.
  • Die Injektoren, die über kurze Leitungen mit dem Rail verbunden sind, bestehen im wesentlichen aus einer Einspritzdüse und je einem Magnetventil.
  • Das Steuergerät ist für die richtige Bestromung der Magnetventile verantwortlich und steuert somit den Einspritzbeginn und die Einspritzdauer.
  • Die eingespritzte Kraftstoffmenge ist proportional zur Einschaltzeit des Magnetventils und somit unabhängig von der Motor- bzw. Pumpendrehzahl.
  • Über die Signale aus Kurbelwellen- und Nockenwellendrehzahlsensor bestimmt die Steuerung den Einspritzbeginn und die Einspritzdauer.

Mit den nachfolgenden Produkten sind Sie in der Lage den Startdruck der Hochdruckpumpe sowie den Druck bei wechselnden Drehzahlen zu prüfen

Häufig gestellte Fragen zu Common-Rail-Hochdruckprüfgeräten

Common-Rail-Hochdruckprüfgeräte ermöglichen die unabhängige Prüfung des Kraftstoffdrucks im Hochdruckbereich eines Common-Rail-Dieselsystems. Sie unterstützen die Diagnose bei Startproblemen, unzureichendem Raildruck und Fehlern an Hochdruckpumpe, Druckregelung oder Raildrucksensor.

  • Was ist ein Common-Rail-Hochdruckprüfgerät?

    Ein Common-Rail-Hochdruckprüfgerät ist ein speziell für sehr hohe Kraftstoffdrücke ausgelegtes Messgerät.

    Es wird verwendet, um den tatsächlichen Druck im Hochdruckkreislauf eines Common-Rail-Dieselsystems zu bestimmen beziehungsweise die Funktion des Raildrucksystems zu überprüfen.

    Je nach Prüfgerät erfolgt die Messung mechanisch über eine geeignete Hochdruckleitung oder elektrisch über den Anschluss beziehungsweise das Signal des Raildrucksensors.

  • Was ist der Raildruck bei einem Common-Rail-System?

    Der Raildruck ist der Kraftstoffdruck im gemeinsamen Hochdruckspeicher – dem sogenannten Rail.

    Die Hochdruckpumpe verdichtet den Kraftstoff und fördert ihn in das Rail. Von dort wird der Kraftstoff über Hochdruckleitungen den einzelnen Injektoren zur Verfügung gestellt.

    Der erforderliche Raildruck verändert sich abhängig von Motor, Betriebszustand und Systemausführung.

  • Was ist der Raildruck bei einem Common-Rail-System?

    Der Raildruck ist der Kraftstoffdruck im gemeinsamen Hochdruckspeicher – dem sogenannten Rail.

    Die Hochdruckpumpe verdichtet den Kraftstoff und fördert ihn in das Rail. Von dort wird der Kraftstoff über Hochdruckleitungen den einzelnen Injektoren zur Verfügung gestellt.

    Der erforderliche Raildruck verändert sich abhängig von Motor, Betriebszustand und Systemausführung.

  • Warum wird der Common-Rail-Hochdruck gemessen?

    Eine Hochdruckmessung ist insbesondere sinnvoll, wenn geprüft werden soll, ob das Kraftstoffsystem den vom Fahrzeughersteller erforderlichen Raildruck tatsächlich aufbaut.

    Typische Diagnoseanlässe sind beispielsweise:

    • Motor startet nicht
    • lange Startzeit
    • unzureichender Raildruck
    • Leistungsverlust
    • Fehlercodes zum Kraftstoffdruck
    • Verdacht auf eine fehlerhafte Hochdruckpumpe
    • unplausibles Raildrucksensor-Signal
    • Druckabweichungen bei unterschiedlichen Motordrehzahlen

    Die Messung sollte immer zusammen mit weiteren Diagnoseinformationen und Herstellervorgaben bewertet werden.

  • Wie viel Raildruck benötigt ein Common-Rail-Dieselmotor?

    Es gibt keinen allgemein gültigen Raildruck für alle Common-Rail-Systeme.

    Der erforderliche Druck hängt unter anderem vom verwendeten Einspritzsystem, Motor, Betriebszustand, Last und Hersteller ab.

    Moderne Common-Rail-Systeme können mit Drücken von deutlich über 2.000 bar arbeiten. Deshalb muss ein Hochdruckprüfgerät einen für das betreffende Fahrzeug geeigneten Mess- und Arbeitsbereich besitzen.

    Die konkreten Sollwerte müssen aus den Reparatur- und Diagnoseinformationen des Fahrzeugherstellers entnommen werden.

  • Was ist der Unterschied zwischen Startdruck und Raildruck während des Motorbetriebs?

    Beim Starten des Motors muss zunächst ein ausreichender Druck im Rail aufgebaut werden, damit das Steuergerät die Einspritzung freigeben beziehungsweise korrekt durchführen kann.

    Während des Motorbetriebs verändert das Motormanagement den Raildruck abhängig von Drehzahl, Last und Einspritzstrategie.

    Deshalb kann es diagnostisch sinnvoll sein, sowohl den Druck während des Startvorgangs als auch bei unterschiedlichen Betriebszuständen zu kontrollieren.

  • Was bedeutet es, wenn beim Starten kein ausreichender Raildruck aufgebaut wird?

    Ein zu niedriger Raildruck kann unterschiedliche Ursachen haben.

    Mögliche Fehlerquellen sind beispielsweise:

    • unzureichende Kraftstoffversorgung im Niederdruckbereich
    • Luft im Kraftstoffsystem
    • eingeschränkter Kraftstofffilter
    • fehlerhafte Vorförderpumpe
    • verschlissene Hochdruckpumpe
    • fehlerhafte Druckregelung
    • undichte beziehungsweise intern leckende Injektoren
    • zu hohe Injektor-Rücklaufmenge
    • fehlerhaftes Druckbegrenzungsventil
    • fehlerhafte Sensorik

    Deshalb sollte die Hochdruckprüfung nicht isoliert betrachtet werden. Häufig sind zusätzliche Niederdruck- und Rücklaufmengenprüfungen erforderlich.

  • Was ist der Unterschied zwischen analoger und digitaler Common-Rail-Hochdruckmessung?

    Ein analoges Hochdruckprüfgerät zeigt den Kraftstoffdruck über ein mechanisches Hochdruckmanometer an.

    Digitale Hochdruckprüfgeräte zeigen den Messwert elektronisch an und können je nach Geräteausführung zusätzliche Funktionen bieten.

    Für die eigentliche Diagnose ist jedoch nicht allein die Anzeigeart entscheidend. Wichtig sind vor allem:

    • geeigneter Messbereich
    • ausreichende Druckfestigkeit
    • Messgenauigkeit
    • kompatible Anschlüsse und Adapter
    • sichere Hochdruckleitungen
    • Eignung für das zu prüfende System

    Autotestgeräte Leitenberger bietet sowohl analoge als auch digitale Lösungen für unterschiedliche Druckbereiche an.

  • Warum sollte der tatsächliche Raildruck zusätzlich zum Diagnosewert geprüft werden?

    Der über ein Diagnosesystem angezeigte Raildruck basiert auf dem Signal des Raildrucksensors.

    Ist der Sensor selbst, seine Spannungsversorgung, Verkabelung oder Signalverarbeitung fehlerhaft, kann der angezeigte Wert vom tatsächlichen Systemdruck abweichen.

    Eine unabhängige Prüfung kann deshalb helfen zu unterscheiden, ob tatsächlich ein Druckproblem im hydraulischen System oder möglicherweise ein Problem der Sensorik beziehungsweise Signalübertragung vorliegt.

    Welche Vergleichsmessung möglich und zulässig ist, hängt vom Fahrzeug und Prüfgerät ab.

  • Kann ein Common-Rail-Hochdruckprüfgerät auch während des Motorbetriebs verwendet werden?

    Geeignete Prüfgeräte können je nach Ausführung für statische und dynamische Messungen vorgesehen sein.

    Damit kann beispielsweise der Druck während des Startvorgangs oder bei wechselnden Motordrehzahlen beobachtet werden.

    Hierbei gelten jedoch besonders hohe Sicherheitsanforderungen. Das Prüfgerät, sämtliche Leitungen und Adapter müssen für den auftretenden Druck geeignet und entsprechend der Bedienungsanleitung angeschlossen sein.

  • Was ist beim Anschluss eines Common-Rail-Hochdruckprüfgeräts zu beachten?

    Common-Rail-Systeme arbeiten mit extrem hohen Drücken. Deshalb dürfen ausschließlich dafür vorgesehene Hochdruckleitungen, Adapter und Messgeräte eingesetzt werden.

    Das System muss vor dem Anschluss entsprechend den Vorgaben des Fahrzeugherstellers vorbereitet und gegebenenfalls drucklos gemacht werden.

    Beschädigte, geknickte oder ungeeignete Hochdruckleitungen dürfen nicht verwendet werden.

    Während der Prüfung dürfen sich keine Körperteile im Bereich möglicher Hochdruckleckagen befinden.

  • Welchen Messbereich sollte ein Common-Rail-Hochdruckprüfgerät haben?

    Der Messbereich muss zum maximal auftretenden Druck des zu prüfenden Systems passen.

    Leitenberger bietet aktuell Common-Rail-Hochdruckprüfgeräte mit unterschiedlichen Messbereichen an, darunter Ausführungen bis 1.000, 1.600 und 2.500 bar.

    Für moderne Systeme mit besonders hohen Einspritzdrücken ist entsprechend ein Prüfgerät mit ausreichend hohem zulässigem Arbeits- und Messbereich erforderlich.

    Entscheidend sind die technischen Daten des Fahrzeugs und des eingesetzten Prüfgeräts.

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