Kontrast einstellen
Schriftgröße auswählen
Zum Bereich in Leichter Sprache Leichte Sprache

Produktsuche

Spezialwerkzeuge für Werkstatt und Service

Prüf- und Servicewerkzeuge für Fahrerassistenz- und Sicherheitssysteme

Moderne Fahrerassistenz- und Sicherheitssysteme stellen Werkstätten vor neue Prüf-, Einstell- und Montageaufgaben. Rückfahrkameras müssen ein definiertes Sichtfeld abbilden, Parksensoren benötigen eine exakt passende Einbauöffnung und automatische Fenster-, Tür- oder Schiebedachsysteme müssen ihre Schutzfunktion bei einem Hindernis zuverlässig auslösen.

Autotestgeräte Leitenberger bietet hierfür spezialisierte Prüf- und Servicewerkzeuge. Die Prüfzylinder PKR_01 ermöglichen einen definierten Prüfaufbau für Rückfahrkamerasysteme nach UN ECE R158, während PKR 02_LR für Prüfungen nach dem koreanischen KVMSS 65 ausgelegt ist. Mit PDC 01 lassen sich passgenaue Öffnungen für Parksensoren herstellen. Das elektronische Kraftmessgerät DKM 1000 dient zur Messung von Kräften bei automatischen Gegenkraft- und Einklemmschutzsystemen.

Die Werkzeuge erfüllen unterschiedliche Aufgaben und ersetzen nicht die elektronische Fahrzeugdiagnose oder fahrzeugspezifische Kalibrier- und Reparaturvorgaben. Entscheidend ist immer, das Prüf- oder Montageverfahren passend zum Fahrzeug und zum jeweiligen System auszuwählen.

Häufig gestellte Fragen zu Fahrerassistenz- und Sicherheitssystemen

Rückfahrkamera, Parksensor und Einklemmschutz erfüllen unterschiedliche Sicherheits- und Assistenzfunktionen. Entsprechend unterscheiden sich auch die erforderlichen Werkzeuge und Prüfverfahren. Die folgenden Fragen erklären, wann Prüfzylinder, Montagewerkzeuge oder Kraftmessgeräte eingesetzt werden und welche Grenzen bei der Anwendung zu beachten sind.

  • Welche Prüf- und Servicewerkzeuge bietet Leitenberger für Fahrerassistenz- und Sicherheitssysteme an?

    Aktuell umfasst diese Produktgruppe vier Lösungen:

    • PKR_01 – neun Prüfzylinder für Rückfahrkamerasysteme nach UN ECE R158
    • PKR 02_LR – neun Prüfzylinder für Rückfahrkamerasysteme nach KVMSS 65 für Korea
    • PDC 01 – 13-teiliger Werkzeugsatz zum Herstellen passender Öffnungen für Parksensoren
    • DKM 1000 – elektronisches Kraftmessgerät für Gegenkraft- und Einklemmschutzsysteme.

    Damit deckt die Produktgruppe drei unterschiedliche Werkstattaufgaben ab: Sichtfeldprüfung, Sensormontage und Kraftmessung.

  • Sind Rückfahrkamera, Parksensor und Einklemmschutz dasselbe Fahrerassistenzsystem?

    Nein.

    Es handelt sich um unterschiedliche Systeme mit unterschiedlichen Aufgaben.

    Rückfahrkameras stellen dem Fahrer den Bereich hinter dem Fahrzeug visuell dar.

    Parksensoren erfassen Hindernisse typischerweise über Ultraschall beziehungsweise ein anderes fahrzeugspezifisches Sensorprinzip.

    Einklemmschutzsysteme überwachen dagegen die Kräfte an automatisch bewegten Komponenten wie Fenstern, Türen oder Schiebedächern.

    Deshalb sind auch die Prüf- und Servicewerkzeuge nicht untereinander austauschbar.

  • Was ist UN ECE R158?

    UN Regulation No. 158 behandelt Anforderungen an Einrichtungen für Rückwärtsfahrbewegungen und an die Wahrnehmung gefährdeter Verkehrsteilnehmer hinter dem Fahrzeug.

    Die Regelung definiert unter anderem Anforderungen an entsprechende Rückwärts-Sicht- beziehungsweise Erkennungssysteme.

    Für konkrete Prüfungen müssen die jeweils gültige Fassung der Regelung und die fahrzeug- beziehungsweise herstellerspezifischen Vorgaben berücksichtigt werden.

  • Was wird bei einer Rückfahrkamera mit Prüfzylindern geprüft?

    Mit definierten Prüfkörpern kann beurteilt werden, ob die für das jeweilige Prüfverfahren vorgesehenen Bereiche hinter dem Fahrzeug durch das Rückfahrkamerasystem beziehungsweise das entsprechende Sichtsystem erfasst werden.

    Dabei geht es nicht nur darum, ob grundsätzlich ein Kamerabild vorhanden ist, sondern um den geforderten Sicht- beziehungsweise Erfassungsbereich.

  • Was ist PKR_01?

    PKR_01 ist ein Satz aus neun Prüfzylindern für Prüfaufbauten an Rückfahrkamerasystemen entsprechend UN ECE R158.

    Die einzelnen Zylinder besitzen:

    • Höhe: 0,80 m
    • Durchmesser: 0,30 m.

    Die Zylinder sind stapelbar und können dadurch platzsparend gelagert und transportiert werden.

  • Warum besteht PKR_01 aus neun Prüfzylindern?

    Für den vorgesehenen Prüfaufbau werden mehrere definierte Prüfkörper an festgelegten Positionen hinter dem Fahrzeug angeordnet.

    Dadurch lässt sich beurteilen, ob das erforderliche Sichtfeld beziehungsweise die entsprechenden Prüfkörper im Kamerasystem erkennbar sind.

  • Sind die neun Prüfzylinder identisch?

    Die PKR_01-Zylinder besitzen die für diesen Prüfaufbau vorgesehenen einheitlichen Abmessungen von 0,80 m Höhe und 0,30 m Durchmesser.

    Ihre Bedeutung ergibt sich insbesondere aus der definierten Positionierung innerhalb des Prüfaufbaus.

  • Muss man die Prüfzylinder einfach beliebig hinter das Fahrzeug stellen?

    Nein.

    Ein normbezogener Prüfaufbau funktioniert nur, wenn:

    • Abstände,
    • Positionen,
    • Fahrzeugzustand,
    • Prüfbedingungen

    entsprechend der vorgesehenen Prüfmethode eingehalten werden.

    Die Prüfzylinder allein machen aus einer beliebigen Aufstellung keine Prüfung nach UN ECE R158.

  • Kann mit PKR_01 eine Rückfahrkamera kalibriert werden?

    PKR_01 stellt definierte Prüfkörper für die Prüfung beziehungsweise Beurteilung eines Rückfahrkamerasystems bereit.

    Ob und wie eine Kamera anschließend tatsächlich kalibriert oder justiert werden kann, hängt vom jeweiligen Fahrzeug und Kamerasystem ab.

    Bei manchen Fahrzeugen kann zusätzlich ein Diagnosegerät, eine herstellerspezifische Kalibrierroutine oder ein weiterer Kalibrieraufbau erforderlich sein.

  • Ersetzt PKR_01 ein elektronisches Diagnosegerät?

    Nein.

    Die Prüfzylinder prüfen den visuellen beziehungsweise geometrischen Teil des Systems.

    Ein elektronisches Diagnosegerät kann dagegen beispielsweise:

    • Fehlercodes auslesen,
    • Istwerte anzeigen,
    • Steuergeräte ansprechen,
    • Kalibrierroutinen starten.

    Beide Verfahren können sich bei bestimmten Fahrzeugen ergänzen.

  • Kann ein fehlerfreies Kamerabild trotzdem falsch ausgerichtet sein?

    Ja.

    Eine Kamera kann grundsätzlich ein Bild liefern, obwohl ihr Sichtfeld beziehungsweise ihre Einbauposition nicht dem vorgesehenen Zustand entspricht.

    Deshalb kann nach Arbeiten am Kamerasystem neben einer elektrischen Funktionsprüfung auch eine geometrische beziehungsweise sichtfeldbezogene Kontrolle erforderlich sein.

  • Wann kann eine Prüfung der Rückfahrkamera sinnvoll sein?

    Beispielsweise nach:

    • Austausch der Kamera,
    • Reparatur im Kamerabereich,
    • Arbeiten an Stoßfänger oder Heckaufbau,
    • Veränderungen an der Kamerahalterung,
    • Unfallreparaturen,
    • Beanstandungen des dargestellten Sichtfeldes.

    Ob eine konkrete Prüfung oder Kalibrierung vorgeschrieben ist, richtet sich nach Fahrzeug und Herstellervorgabe.

  • Muss nach jedem Ausbau einer Rückfahrkamera automatisch kalibriert werden?

    Das sollte nicht pauschal für alle Fahrzeuge behauptet werden.

    Je nach System können unterschiedliche Herstellervorgaben gelten.

    Deshalb muss geprüft werden, ob nach der jeweiligen Reparatur:

    • eine Funktionsprüfung,
    • Sichtfeldprüfung,
    • Justierung,
    • statische oder dynamische Kalibrierung

    erforderlich ist.

  • Für welche Fahrzeuge ist PKR_01 vorgesehen?

    PKR_01 ist für definierte Sichtfeldprüfungen von Rückfahrkamerasystemen nach UN ECE R158 ausgelegt. Das Prüfverfahren ist insbesondere für Omnibusse und Nutzfahrzeuge relevant, bei denen die Sicht auf den unmittelbaren Bereich hinter dem Fahrzeug durch die Fahrzeuggeometrie stark eingeschränkt sein kann.

    Die UN ECE R158 umfasst grundsätzlich Fahrzeuge der Kategorien M und N. Ob der Prüfaufbau mit PKR_01 bei einem konkreten Fahrzeug erforderlich ist, richtet sich jedoch nach Fahrzeugausführung, verwendetem Rückfahr- beziehungsweise Erkennungssystem und dem vorgesehenen Prüfverfahren.

  • Wird PKR_01 für die Kalibrierung von Pkw-Rückfahrkameras benötigt?

    Im normalen Pkw-Werkstattservice grundsätzlich nicht pauschal.

    Die UN ECE R158 schreibt nicht vor, dass nach jeder Reparatur oder jedem Austausch einer Pkw-Rückfahrkamera eine Kalibrierung mit den neun PKR_01-Prüfzylindern erfolgen muss.

    Ob bei einem Pkw nach Arbeiten am Rückfahrkamerasystem eine Prüfung oder Kalibrierung erforderlich ist und welches Prüfmittel dafür verwendet werden muss, richtet sich nach den Vorgaben des Fahrzeugherstellers.

    PKR_01 ist vor allem für definierte Sichtfeldprüfungen nach UN ECE R158 und insbesondere für entsprechende Anwendungen bei Omnibussen und Nutzfahrzeugen vorgesehen.

  • Schreibt die UN ECE R158 eine Rückfahrkamera für jedes Fahrzeug vor?

    Nein.

    Die UN ECE R158 definiert Anforderungen an die rückwärtige Sicht beziehungsweise Erkennung beim Rückwärtsfahren. Diese Anforderungen können abhängig von Fahrzeug und Fahrzeugklasse durch unterschiedliche technische Lösungen erfüllt werden, beispielsweise durch Rückfahrkameras, andere Einrichtungen für indirekte Sicht oder geeignete Erkennungssysteme.

    PKR_01 wird speziell dann eingesetzt, wenn das vorgesehene Prüfverfahren die Sichtfeldprüfung mit den definierten Prüfzylindern nach UN ECE R158 erfordert.

  • Kann PKR_01 auch für 360°-Kameras verwendet werden?

    Das hängt vom jeweiligen Prüfverfahren ab.

    Ein 360°- beziehungsweise Surround-View-System kann aus mehreren Kameras bestehen und zusätzliche Kalibrier- und Prüfmittel erfordern.

    PKR_01 sollte deshalb nicht als universelles Kalibriersystem für sämtliche Surround-View-Systeme dargestellt werden.

  • Ersetzt PKR_01 Kalibriertafeln für Frontkameras?

    Nein.

    Frontkameras für beispielsweise:

    • Spurhalteassistent,
    • Verkehrszeichenerkennung,
    • automatische Notbremsfunktionen

    verwenden je nach Fahrzeug völlig andere Kalibrierziele und Verfahren.

    PKR_01 ist für den vorgesehenen Prüfaufbau von Rückfahr- beziehungsweise Rückwärtssichtsystemen konzipiert.

  • Kann mit PKR_01 ein defekter Kamerasensor diagnostiziert werden?

    Nicht direkt.

    Wenn eine Kamera:

    • kein Bild liefert,
    • Kommunikationsfehler aufweist,
    • elektrische Fehler setzt,
    • Bildstörungen zeigt,

    ist zunächst eine entsprechende elektronische beziehungsweise elektrische Diagnose erforderlich.

    Die Prüfzylinder dienen primär der Beurteilung des Sicht- und Erfassungsbereiches.

  • Kann ein Prüfaufbau einen elektronischen Fehler erkennen?

    Nein.

    Ein Prüfkörper kann sichtbar machen, ob ein erwarteter Bereich im Kamerabild dargestellt wird.

    Er kann aber beispielsweise keinen:

    • Leitungsbruch,
    • Kommunikationsfehler,
    • defekten Bildsensor
    • oder Steuergerätefehler

    direkt diagnostizieren.

  • Was ist PKR 02_LR?

    PKR 02_LR ist ebenfalls ein Satz aus neun Prüfzylindern, allerdings für Prüfaufbauten nach KVMSS 65.

    KVMSS steht für:

    Korea Motor Vehicle Safety Standard.

  • Was ist der Unterschied zwischen PKR_01 und PKR 02_LR?

    Die beiden Sets basieren auf unterschiedlichen regulatorischen Prüfanforderungen.

    PKR_01 nach UN ECE R158:

    • 9 Prüfzylinder
    • Höhe jeweils 0,80 m
    • Durchmesser jeweils 0,30 m.

    PKR 02_LR nach KVMSS 65:

    • 9 Prüfzylinder
    • Höhe jeweils 0,50 m
    • Durchmesser jeweils 0,089 m.

    Die Sets sind deshalb nicht einfach zwei Größenvarianten desselben Prüfmittels.

  • Kann PKR 02 statt PKR_01 verwendet werden?

    Nein.

    Die Abmessungen und der vorgesehene Prüfstandard unterscheiden sich deutlich.

    Für einen Prüfaufbau nach UN ECE R158 muss das dafür vorgesehene Prüfsystem verwendet werden. Für KVMSS 65 gelten entsprechend die dort definierten Anforderungen.

  • Warum bietet Leitenberger zwei unterschiedliche Prüfzylinder-Sets an?

    Fahrzeuge können für unterschiedliche Zielmärkte beziehungsweise nach unterschiedlichen regulatorischen Anforderungen entwickelt und zugelassen werden.

    Werkstätten, Fahrzeughersteller, Aufbauhersteller oder technische Entwicklungs- und Servicebetriebe benötigen daher gegebenenfalls unterschiedliche Prüfmittel.

  • Sind PKR_01 und PKR 02 universelle Rückfahrkamera-Testsysteme für alle Länder?

    Nein.

    Sie beziehen sich jeweils auf bestimmte Prüfanforderungen.

    Bei anderen Märkten oder Fahrzeugvorschriften können andere Prüfkörper, Abmessungen oder Verfahren gelten.

  • Was ist PDC 01?

    PDC 01 ist ein 13-teiliger Werkzeugsatz zum Herstellen passender Öffnungen für Parksensoren.

    Mit den enthaltenen Stanz-, Bohr- und Fräswerkzeugen lassen sich unterschiedliche Lochdurchmesser und Einbausituationen bearbeiten.

  • Wofür wird PDC 01 verwendet?

    Der Werkzeugsatz ist insbesondere für Arbeiten vorgesehen, bei denen Parksensoren:

    • nachgerüstet,
    • nach einer Reparatur neu eingebaut,
    • in einen neuen beziehungsweise ausgetauschten Stoßfänger eingesetzt

    werden müssen.

  • Prüft PDC 01 die Funktion eines Parksensors?

    Nein.

    Das ist eine wichtige Abgrenzung.

    PDC 01 ist ein Montagewerkzeug.

    Es prüft weder:

    • elektrische Versorgung,
    • Ultraschallsignal,
    • Kommunikation,
    • Steuergerät
    • noch die tatsächliche Erkennungsfunktion des Sensors.

    Für solche Fehler ist eine elektrische beziehungsweise elektronische Diagnose erforderlich.

  • Welche Stanzgrößen enthält PDC 01?

    Zum Lieferumfang gehören runde Stanzwerkzeuge mit:

    • 18,0 mm
    • 20,5 mm
    • 22,0 mm
    • 26,0 mm.
  • Welche Bohrer enthält PDC 01?

    Das Set enthält drei titannitrierte Stufenbohrer:

    • 4–12 mm
    • 4–20 mm
    • 4–32 mm.
  • Sind auch Fräser enthalten?

    Ja.

    Zum Lieferumfang gehört zusätzlich ein sechsteiliger HSS-Fräsersatz mit 6-mm-Schaft.

  • Warum gibt es mehrere Lochdurchmesser für Parksensoren?

    Parksensoren unterscheiden sich je nach:

    • Fahrzeughersteller,
    • Sensorbauform,
    • Sensorhalter,
    • Stoßfänger,
    • Einbauverfahren.

    Deshalb gibt es keinen universellen Lochdurchmesser für alle Parksensoren.

  • Wie wähle ich den richtigen Lochdurchmesser?

    Maßgeblich sind:

    • Sensordurchmesser,
    • Halter beziehungsweise Einbauring,
    • Reparaturinformation,
    • Herstellerangabe.

    Vor dem Bohren oder Stanzen sollte deshalb die erforderliche Größe eindeutig bestimmt werden.

  • Warum ist eine passgenaue Öffnung bei Parksensoren wichtig?

    Ein Parksensor muss konstruktiv korrekt im Stoßfänger beziehungsweise Sensorhalter sitzen.

    Eine ungeeignete Öffnung kann dazu führen, dass:

    • der Sensor nicht sicher befestigt werden kann,
    • die Position nicht stimmt,
    • der Halter beschädigt wird,
    • eine Nacharbeit erforderlich wird.
  • Kann die Einbauposition eines Parksensors beliebig gewählt werden?

    Nein.

    Position, Höhe und Ausrichtung beeinflussen den vorgesehenen Erfassungsbereich.

    Bei Nachrüstung oder Reparatur müssen deshalb die für das Fahrzeug beziehungsweise Sensorsystem vorgesehenen Einbaupositionen eingehalten werden.

  • Kann ein Parksensor schräg montiert werden?

    Ob und in welchem Winkel ein Sensor montiert werden muss, wird durch Fahrzeug, Stoßfänger und Sensorhalter bestimmt.

    Die Einbaugeometrie sollte deshalb nicht frei verändert werden.

  • Kann PDC 01 eine falsch positionierte Sensorbohrung korrigieren?

    Nicht sinnvoll.

    Ist eine Öffnung bereits an einer falschen Stelle beziehungsweise deutlich zu groß hergestellt worden, kann ein anderes Werkzeug die ursprüngliche Geometrie nicht automatisch wiederherstellen.

    Die Position sollte deshalb vor dem Bearbeiten genau festgelegt werden.

  • Kann mit PDC 01 ohne Beschädigung des Lacks gearbeitet werden?

    Die Produktkonstruktion ist auf saubere, passgenaue Öffnungen und möglichst gratfreie Kanten ausgelegt.

    Trotzdem müssen Werkzeug, Bearbeitungsrichtung und Untergrund korrekt gewählt werden.

    Eine generelle Garantie, dass bei jeder Anwendung keinerlei Lackbeschädigung entstehen kann, würde ich auf der Kategorie nicht formulieren.

  • Muss der Stoßfänger zum Stanzen ausgebaut werden?

    Das hängt von:

    • Fahrzeug,
    • Einbaulage,
    • Zugänglichkeit,
    • gewünschtem Werkzeug
    • und Herstellervorgabe

    ab.

    Ein pauschaler Arbeitsablauf ist daher nicht sinnvoll.

  • Kann PDC 01 auch für Radarsensoren verwendet werden?

    Nicht automatisch.

    Radar-, Ultraschall-, Kamera- und andere Sensoren besitzen unterschiedliche Einbauanforderungen.

    PDC 01 ist als Werkzeugset für Parksensoröffnungen beschrieben.

    Es sollte nicht ohne konkrete Freigabe auf andere ADAS-Sensoren übertragen werden.

  • Ersetzt ein passendes Loch die Kalibrierung eines Parksensors?

    Nein.

    Eine mechanisch korrekte Montage ist nur ein Teil des Serviceprozesses.

    Je nach System können anschließend zusätzlich:

    • Funktionsprüfung,
    • Diagnose,
    • Initialisierung,
    • Codierung
    • oder Kalibrierung

    erforderlich sein.

  • Was ist DKM 1000?

    DKM 1000 ist ein elektronisches Kraftmessgerät zur Überprüfung automatischer Gegenkraft- beziehungsweise Einklemmschutzsysteme.

    Es besitzt einen Messbereich von:

    0 bis 1.000 N.

  • Welche Systeme können mit DKM 1000 geprüft werden?

    Leitenberger nennt beispielsweise:

    • elektrische Fensterheber,
    • Schiebedächer,
    • Bus-Falttüren,
    • Fahrstuhltüren.

    Im Fahrzeugbereich ist das Gerät damit insbesondere für automatisch bewegte Öffnungs- und Schließsysteme relevant.

  • Was ist ein Einklemmschutz?

    Ein Einklemmschutz soll erkennen, wenn ein automatisch bewegtes Bauteil auf ein Hindernis beziehungsweise einen Widerstand trifft.

    Das System soll darauf entsprechend reagieren, beispielsweise durch:

    • Stoppen,
    • Reversieren
    • oder andere vorgesehene Schutzmaßnahmen.

    Die konkrete Funktion hängt vom jeweiligen System ab.

  • Was misst DKM 1000?

    DKM 1000 misst die am Sensor auftretende Kraft in Newton.

    Damit kann die Kraft ermittelt werden, die beim Kontakt mit einem automatisch bewegten Bauteil entsteht.

  • Warum wird die Kraft in Newton gemessen?

    Newton ist die SI-Einheit der Kraft.

    Bei einer Einklemmschutzprüfung ist entscheidend, welche mechanische Kraft tatsächlich auf den Prüfsensor wirkt.

  • Welchen Messbereich besitzt DKM 1000?

    Der Messbereich beträgt:

    0 bis 1.000 N.

    Weitere Messbereiche sind auf Anfrage möglich.

  • Welche Genauigkeit besitzt DKM 1000?

    Leitenberger spezifiziert:

    ±1 % FS.

    FS bedeutet Full Scale, also Messbereichsendwert.

  • Was bedeutet ±1 % FS bei DKM 1000?

    Bei einem Messbereichsendwert von 1.000 N bezieht sich die spezifizierte Genauigkeitsangabe auf diesen Endwert.

    Die Angabe ist deshalb nicht mit ±1 % des jeweils angezeigten Messwerts gleichzusetzen.

  • Wie schnell misst DKM 1000?

    Das Gerät führt 10 Messwertberechnungen pro Sekunde durch.

    Dadurch können auch kurzzeitig auftretende Kraftverläufe beziehungsweise Spitzenwerte erfasst werden.

  • Speichert DKM 1000 den höchsten Messwert?

    Ja.

    Das Gerät besitzt eine automatische Maximalwertspeicherung.

    Dadurch kann der höchste während des Prüfvorgangs erfasste Wert anschließend abgelesen werden.

  • Warum ist eine Maximalwertspeicherung bei Einklemmschutzprüfungen sinnvoll?

    Die höchste Kraft kann während eines Schließvorgangs nur kurz auftreten.

    Eine Maximalwertfunktion ermöglicht es, diesen Spitzenwert festzuhalten, ohne dass der Anwender das Display exakt in diesem Moment beobachten muss.

  • Wie groß ist der Kraftsensor des DKM 1000?

    Der Sensor besitzt Abmessungen von:

    70 × 50 × 27 mm.

    Die Sensorgröße muss bei der jeweiligen Prüfaufgabe und dem vorgegebenen Prüfverfahren berücksichtigt werden.

  • Warum hat der Sensor eine symmetrische Konstruktion?

    Nach Herstellerangabe besitzen Ober- und Unterseite des Kraftsensors die gleiche Sensibilität.

    Dadurch kann die Kraft über beide vorgesehenen Sensorseiten erfasst werden.

  • Wie wird DKM 1000 mit Strom versorgt?

    Das Gerät wird mit einer 9-V-Blockbatterie betrieben.

    Damit ist keine Versorgung über das Fahrzeugbordnetz erforderlich.

  • Wird DKM 1000 kalibriert geliefert?

    Zum Lieferumfang gehört ein Werkskalibrierzeugnis WKZ_DKM 1000.

    Damit wird die werkseitige Kalibrierung des Messgeräts dokumentiert.

  • Benötigt DKM 1000 regelmäßig eine neue Kalibrierung?

    Die erforderlichen Kalibrierintervalle hängen unter anderem ab von:

    • Qualitätsmanagementsystem,
    • Einsatzhäufigkeit,
    • Prüfanforderung,
    • Kundenvorgaben,
    • internen Prüfmittelvorschriften.
  • Gibt es einen universellen Grenzwert für Einklemmschutzsysteme?

    Nein.

    Die zulässige Kraft hängt vom:

    • Bauteil,
    • Fahrzeug,
    • System,
    • Markt,
    • Prüfverfahren
    • und geltenden Regelwerk

    ab.

    Ein einzelner allgemeiner Newton-Wert sollte deshalb nicht für alle Fensterheber, Schiebedächer und Türen verwendet werden.

  • Bedeutet ein Messwert unter 1.000 N automatisch, dass das System in Ordnung ist?

    Nein.

    1.000 N ist lediglich der Messbereichsendwert des DKM 1000 und kein allgemeiner zulässiger Grenzwert.

    Der gemessene Wert muss immer mit der für die konkrete Anwendung geltenden Vorgabe verglichen werden.

  • Kann mit DKM 1000 festgestellt werden, warum ein Einklemmschutz nicht funktioniert?

    Nicht vollständig.

    DKM 1000 misst die auftretende Kraft.

    Eine fehlerhafte Schutzfunktion kann aber beispielsweise auch verursacht werden durch:

    • Sensorik,
    • Motor,
    • Steuergerät,
    • Mechanik,
    • Reibung,
    • Lernwerte,
    • Software,
    • Verkabelung.

    Für die Ursachenanalyse können deshalb weitere Diagnose- und Messverfahren erforderlich sein.

  • Kann DKM 1000 einen defekten Fensterhebermotor diagnostizieren?

    Nicht direkt.

    Das Gerät misst die Kraft im Schließ- beziehungsweise Bewegungsprozess.

    Für die elektrische Diagnose von Motor, Spannungsversorgung oder Leitungen sind andere Messgeräte erforderlich.

    Je nach Aufgabe können beispielsweise Kfz-Prüflampen und Multifunktions-Prüfgeräte oder Multimeter für die Kfz- und Nutzfahrzeug-Werkstatt ergänzend eingesetzt werden.

  • Kann DKM 1000 die Anpresskraft eines Scheibenwischerarms messen?

    Technisch ist DKM 1000 dafür nicht die passende Produktwahl.

    Für Scheibenwischer bietet Leitenberger speziell die Messgeräte DKM 15 und DKM 45 mit deutlich kleineren Messbereichen an.

    Diese finden Sie unter Scheibenwischer-Prüf- und Einstellwerkzeuge.

  • Was ist der Unterschied zwischen DKM 1000 und DKM 15 beziehungsweise DKM 45?

    Der hauptsächliche Unterschied liegt in Anwendung und Messbereich:

    DKM 15
    → Scheibenwischer-Anpresskraft, 0–15 N.

    DKM 45
    → Scheibenwischer-Anpresskraft, 0–45 N.

    DKM 1000
    → Gegenkraft- und Einklemmschutzsysteme, 0–1.000 N.

    Die Geräte sollten daher nicht allein aufgrund ihrer ähnlichen Bauart ausgetauscht werden.

  • Sind alle Produkte dieser Kategorie Diagnosegeräte?

    Nein.

    Die Produktgruppe enthält unterschiedliche Werkzeugarten:

    PKR_01 / PKR 02_LR
    → definierte Prüfkörper für Rückfahrkamerasysteme.

    PDC 01
    → mechanisches Montagewerkzeug.

    DKM 1000
    → elektronisches Kraftmessgerät.

    Der Begriff „Prüf- und Servicewerkzeuge“ beschreibt die Kategorie deshalb besser als ausschließlich „Diagnosegeräte“.

  • Ersetzen diese Werkzeuge eine ADAS-Kalibrieranlage?

    Nein.

    Eine ADAS-Kalibrieranlage kann beispielsweise für:

    • Frontkamera,
    • Radar,
    • Surround View,
    • Spurhalteassistent,
    • Notbremsassistent

    ganz andere Kalibriertafeln, Reflektoren und Positionierverfahren benötigen.

    Die hier angebotenen Produkte lösen jeweils klar abgegrenzte Prüf- oder Serviceaufgaben.

  • Ist nach jeder Reparatur an einem Fahrerassistenzsystem eine Kalibrierung erforderlich?

    Nicht pauschal.

    Ob eine Kalibrierung erforderlich ist, hängt vom jeweiligen:

    • Fahrzeug,
    • System,
    • Bauteil,
    • Reparaturumfang
    • und Herstellervorgaben

    ab.

    Eine Kategorie sollte deshalb nicht generell behaupten, dass nach jedem Ein- oder Ausbau zwingend kalibriert werden muss.

  • Was ist der Unterschied zwischen Funktionsprüfung und Kalibrierung?

    Bei einer Funktionsprüfung wird kontrolliert, ob ein System grundsätzlich korrekt arbeitet beziehungsweise eine definierte Anforderung erfüllt.

    Bei einer Kalibrierung wird ein Sensor- oder Kamerasystem auf definierte Referenzen beziehungsweise Fahrzeugparameter eingestellt.

    Eine bestandene Funktionsprüfung bedeutet deshalb nicht automatisch, dass keine Kalibrierung erforderlich ist – und eine erfolgreich durchgeführte Kalibrierung ersetzt nicht jede Funktionsprüfung.

  • Was ist der Unterschied zwischen Justierung und Kalibrierung?

    Justierung bedeutet grundsätzlich eine gezielte Einstellung beziehungsweise mechanische oder systemseitige Korrektur.

    Kalibrierung bedeutet messtechnisch den Vergleich mit einer Referenz und wird im Fahrzeugbereich häufig auch für herstellerspezifische Sensor-Anlern- und Einstellverfahren verwendet.

    Die Begriffe sollten deshalb auf Produktseiten nur entsprechend dem tatsächlich vorgesehenen Verfahren eingesetzt werden.

  • Können Fahrerassistenzsysteme nach einer Reparatur trotz fehlendem Fehlercode falsch funktionieren?

    Ja.

    Ein System kann unter Umständen elektrisch fehlerfrei kommunizieren, obwohl beispielsweise:

    • Kameraausrichtung,
    • Sensorposition,
    • mechanische Einbaulage
    • oder Sichtfeld

    nicht korrekt sind.

    Deshalb können elektronische Diagnose und geometrische beziehungsweise funktionale Prüfung einander ergänzen.

  • Kann eine mechanisch korrekt montierte Kamera trotzdem einen Fehlercode erzeugen?

    Ja.

    Ein Fehlercode kann unabhängig von der mechanischen Position beispielsweise durch:

    • Kommunikation,
    • Versorgungsspannung,
    • internen Kamerafehler,
    • Software,
    • fehlende Initialisierung

    verursacht werden.

    Auch hier müssen mechanische und elektronische Diagnose getrennt betrachtet werden.

  • Welche Sicherheitsregeln gelten bei Arbeiten an Fahrerassistenzsystemen?

    Werkstattmitarbeiter sollten immer die für das konkrete Fahrzeug geltenden:

    • Reparaturanweisungen,
    • Kalibriervorgaben,
    • Sicherheitsabstände,
    • Positionierungsvorgaben,
    • Umgebungsbedingungen

    einhalten.

    Gerade bei sicherheitsrelevanten Systemen sollte kein Prüfverfahren durch eine frei gewählte Vorgehensweise ersetzt werden.

  • Welche Werkzeuge ergänzen diese Produktgruppe?

    Je nach Arbeit können zusätzlich benötigt werden:

    • elektronische Fahrzeugdiagnose,
    • elektrische Messgeräte,
    • herstellerspezifische Kalibriersysteme,
    • Mess- und Positionierhilfen,
    • Praktische Spezialwerkzeuge für die Werkstatt.

    Für Wischerarmwinkel und Wischer-Anpresskraft stehen zusätzlich Scheibenwischer-Prüf- und Einstellwerkzeuge zur Verfügung.

    Weitere systemübergreifende Werkzeuggruppen finden Sie unter Spezialwerkzeuge für Werkstatt und Service.

Datenschutz-Einstellungen

Cookie Einstellungen
Diese Website verwendet Cookies die die Ihnen Services ermöglichen, die von externen Anbietern angeboten werden, wie z.B. YouTube oder Google Maps. Rechtsgrundlage ist hier Art. 6 DSGVO (1) a.

Sie können hier der anonymisierten Erfassung Ihres Nutzerverhaltens durch MATOMO widersprechen. Zu diesem Zweck speichern wir einen Cookie auf Ihrem Computer, um diese Entscheidung auch bei späteren Besuche zu respektieren.

Bitte beachten Sie, dass abhängig Ihrer Einstellungen einige Funktionen ggf. nicht zur Verfügung stehen.

Mehr Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung

Matomo-Einstellungen

Achtung: Beim Widerspruch des Trackings wird ein Matomo Deaktivierungs-Cookie gesetzt, der sich Ihren Widerspruch merkt.