Fachkundige Person Hochvolt (FHV), Stufe 2S nach DGUV Information 209-093

Überblick

Um genügend Energie in Hybrid-Fahrzeugen zu liefern, benötigen diese Fahrzeuge Hochvoltsysteme mit bis zu 650 Volt. Daher sind für Wartungs- und Reparaturarbeiten auch an herkömmlichen Komponenten zusätzliche Qualifikationen und Unterweisungen für Werkstatt-Fachpersonal erforderlich.

Inhalte:

Die Schulung befähigt den Teilnehmer selbstständig an Hochvoltsystemen von Serienfahrzeugen im spannungsfreien Zustand zu arbeiten. Zu den Lehrgangsinhalten zählen u.a.:

  • Anwendungsbereich der DGUV I 209-093
  • Gefahren im Umgang mit elektrischem Strom
  • Wirkungsweise von Bordnetzen in HV-Fahrzeugen
  • Fachgerechtes Herstellen und Feststellen der Spannungsfreiheit
  • Werkzeug, Prüfmittel und PSA für fachgerechtes Arbeiten an HV-Fahrzeugen

Der Teilnehmer gilt nach Abschluss des Lehrgangs als Fachkundige Person Hochvolt der Stufe 2S nach DGUV Information 209-093, Kapitel 5, 5.1.4 i.V.m. Anhang 6, Stand: Juli 2021 (Ersetzt: DGUV Information 200-005)

Zielgruppen:

Personen aus dem Bereich der Automobilindustrie und dem Automotive Aftermarkt z.B. Kfz-Werkstätten, Lackier- und Karosserie-Betriebe, Pannendienste, Unfallhilfe und Bergungsbetriebe, Entsorger und Verwerter etc.

Dauer

2 Tage,  9: 00 – ca. 16:00 Uhr

Kosten

€ 462.-- / Teilnehmer/in zzgl. der gesetztlichen MwSt inkl. Verpflegung und Trainingsunterlagen

Voraussetzungen:

Fahrzeugtechnische Ausbildung mit elektrotechnischen Kenntnissen wie z.B.:

  • Kfz-Elektrik, -Mechatronik, -Mechanik
  • Land – und Baumaschinenmechatronik;
  • Karosserie- Fahrzeugbau und Instandhaltungstechnik mit abgeschlossener Ausbildung nach 2002

Für den Abschluss des Lehrgangs muss eine schriftliche sowie praktische Prüfung abgelegt werden.

Qualifikation Stufe 2S: Fachkundige Person (FHV), nach bestandener Prüfung:

  • Herstellen des spannungsfreien Zustand entsprechend der „Fünf Sicherheitsregeln“ und den Herstellerangaben.
  • Arbeiten im spannungsfreien Zustand an HV-Systemen.
  • Fachkundige Personen (FHV) können weitere Personen zu den Gefahren von Hochvoltsystemen unterweisen. Diese Unterweisungen sind immer dann durchzuführen, wenn an neuen Fahrzeugtypen oder Fahrzeugen, die mit neuen HV-Systemen oder Komponenten ausgerüstet sind, gearbeitet werden soll.*
    • Unterweisung von Personen zur „Fachkundig unterwiesene Person (FuP) 1S“
      Diese Personen dürfen nach der Unterweisung allgemeine Arbeiten am Fahrzeug, die nicht unmittelbar das HV-System betreffen durchführen. Dazu zählen zum Beispiel Karosseriearbeiten, Öl- und Radwechsel, Arbeiten an der konventionellen Bremsanlage in der Nähe von Radnabenmotoren, Arbeiten neben den HV-Leitungen an der Lenkung, dem Verbrennungsmotor, den Achsen usw. sowie Arbeiten am konventionellen Bordnetz (bis 30 V AC und 60 V DC).*
    • Unterweisung von Personen zur „sensibilisierten Person S“
      Diese Personen dürfen nach der Unterweisung HV-Fahrzeuge bedienen. Zum Bedienen zählen auch Servicearbeiten, deren elektrische Gefährdung mit dem Bedienen durch den Fahrer oder die Fahrerin vergleichbar ist, zum Beispiel: Wechseln der Scheibenwischerblätter, Auffüllen von Wischwasser. Spezielle Verfahren zum Aufrüsten der Fahrzeuge (z. B. Vorbereitung der Fahrzeuge in Verkehrsbetrieben) Nutzen bekannter Befüllanschlüsse (z. B. für Motoröl, Kühlwasser) Benutzen von Bedienelementen mit neuen Symbolen und Gefahrenkennzeichnungen oder neuen Anschlüssen (z. B. Ladevorrichtung am Fahrzeug)*.

* Quelle: DGUV 209-093 August 2021

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