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Prüf- und Servicegeräte für Bremssysteme

Prüf- und Servicegeräte für Bremssysteme

Für die zuverlässige Wartung und Diagnose moderner Bremssysteme sind unterschiedliche Prüf-, Service- und Spezialwerkzeuge erforderlich. Je nach Fahrzeug und Fehlerbild müssen unter anderem der Zustand der Bremsflüssigkeit, die fachgerechte Entlüftung, der hydraulische oder pneumatische Bremsdruck sowie mechanische Komponenten geprüft und instand gesetzt werden.

Autotestgeräte Leitenberger bietet professionelle Prüf- und Servicegeräte für Pkw, Nutzfahrzeuge sowie Agrar- und Off-Highway-Fahrzeuge. Das Sortiment umfasst Bremsflüssigkeits-Prüfgeräte, Bremsenentlüftungsgeräte und passende Adapter, Bremsdruck-Prüfgeräte für hydraulische und pneumatische Bremssysteme sowie Werkzeuge für Bremsen-Montage und -Service.

Damit können Werkstätten elektronische Diagnose und mechanische Prüfung gezielt ergänzen und Fehler im Bremssystem systematisch eingrenzen.

Häufig gestellte Fragen zur Prüfung und Wartung von Bremssystemen

Bremssysteme bestehen aus mechanischen, hydraulischen, pneumatischen und zunehmend elektronisch überwachten Komponenten. Für eine zuverlässige Diagnose und Wartung müssen deshalb je nach Fahrzeug Bremsflüssigkeit, Systemdruck, Dichtheit und Entlüftung berücksichtigt werden. Hier beantworten wir häufige Fragen zur professionellen Prüfung und Wartung von Pkw-, Nutzfahrzeug- und Maschinen-Bremssystemen.

  • Welche Prüfungen können an einem Bremssystem durchgeführt werden?

    Je nach Fahrzeug und Bremssystem können unterschiedliche Prüf- und Servicearbeiten erforderlich sein.

    Dazu gehören beispielsweise:

    • Zustand der Bremsflüssigkeit prüfen
    • Bremsflüssigkeit wechseln
    • Bremssystem entlüften
    • hydraulischen Bremsdruck messen
    • pneumatischen Bremsdruck prüfen
    • Druckunterschiede zwischen Bremskreisen vergleichen
    • Bremsanlage auf Dichtheit prüfen
    • Bremskraftregler prüfen beziehungsweise einstellen
    • Bremsleitungen und Anschlüsse kontrollieren

    Für diese Aufgaben stehen Bremsflüssigkeits-Prüfgeräte, Bremsenentlüftungsgeräte, Bremsdruck-Prüfgeräte für Pkw sowie Bremsdruck-Prüfgeräte für Nutzfahrzeuge, Agrar- und Off-Highway-Fahrzeuge zur Verfügung.

  • Warum muss Bremsflüssigkeit regelmäßig kontrolliert werden?

    Viele handelsübliche Bremsflüssigkeiten auf Glykolbasis sind hygroskopisch und nehmen im Laufe der Zeit Feuchtigkeit auf.

    Mit zunehmendem Wassergehalt sinkt der Siedepunkt der Bremsflüssigkeit. Bei hoher thermischer Belastung können dadurch leichter Dampfblasen entstehen.

    Zusätzlich kann Feuchtigkeit die Korrosion innerhalb des hydraulischen Bremssystems begünstigen.

    Deshalb sollte der Zustand der Bremsflüssigkeit entsprechend den Vorgaben des Fahrzeugherstellers regelmäßig kontrolliert werden.

  • Muss Bremsflüssigkeit immer alle zwei Jahre gewechselt werden?

    Nicht pauschal.

    Der vorgesehene Wechselintervall hängt vom Fahrzeughersteller, Fahrzeugmodell und verwendeten Bremsflüssigkeitstyp ab.

    Viele Hersteller schreiben regelmäßige zeitabhängige Wechselintervalle vor. Maßgeblich sind jedoch immer die Wartungsvorgaben des betreffenden Fahrzeugs.

    Eine zusätzliche Prüfung der Bremsflüssigkeit kann Informationen über Wassergehalt beziehungsweise Siedepunkt liefern.

  • Was passiert, wenn Bremsflüssigkeit zu viel Wasser enthält?

    Mit steigendem Wassergehalt sinkt der Siedepunkt der Bremsflüssigkeit.

    Bei starker Bremsbeanspruchung können dadurch bei niedrigeren Temperaturen Dampfblasen entstehen.

    Da sich Gas im Gegensatz zur Bremsflüssigkeit komprimieren lässt, kann dies die hydraulische Kraftübertragung beeinträchtigen.

    Feuchtigkeit kann außerdem Korrosion innerhalb des Bremssystems fördern.

  • Welche Bremsflüssigkeiten gibt es?

    Im Fahrzeugbereich kommen unterschiedliche Spezifikationen zum Einsatz.

    Dazu gehören beispielsweise:

    • DOT 3
    • DOT 4
    • DOT 4 Plus
    • niedrigviskose DOT-4-Ausführungen
    • DOT 5.1

    DOT 5 auf Silikonbasis unterscheidet sich grundlegend von den üblichen glykolbasierten DOT-3-, DOT-4- und DOT-5.1-Flüssigkeiten.

    Es darf ausschließlich die vom Fahrzeughersteller vorgeschriebene Bremsflüssigkeit verwendet werden.

  • Wie kann der Zustand der Bremsflüssigkeit geprüft werden?

    Je nach Prüfgerät kann beispielsweise der Wassergehalt beziehungsweise daraus abgeleitet der Zustand der Bremsflüssigkeit beurteilt werden.

    Das Leitenberger EBT 03.3 zeigt beispielsweise Wassergehalt, Siedepunkt und eine Wechsel-Empfehlung an und unterstützt verschiedene aktuelle DOT-3-, DOT-4- und DOT-5.1-Bremsflüssigkeiten.

    Für eine aussagekräftige Prüfung muss der richtige Bremsflüssigkeitstyp am Gerät ausgewählt beziehungsweise das vorgesehene Prüfverfahren eingehalten werden.

  • Was ist der Unterschied zwischen Bremsflüssigkeit prüfen und Bremsflüssigkeit wechseln?

    Bei der Prüfung wird zunächst der aktuelle Zustand der vorhandenen Bremsflüssigkeit beurteilt.

    Beim Wechsel wird die alte Bremsflüssigkeit aus dem System entfernt beziehungsweise verdrängt und durch neue, geeignete Bremsflüssigkeit ersetzt.

    Für einen professionellen Wechsel stehen Bremsenentlüftungsgeräte zur Verfügung.

  • Warum muss ein Bremssystem entlüftet werden?

    Luft im hydraulischen Bremssystem ist unerwünscht, weil Luft komprimierbar ist.

    Dadurch kann sich das Pedalgefühl verändern und die hydraulische Kraftübertragung beeinträchtigt werden.

    Luft kann beispielsweise nach dem Öffnen des Bremssystems, beim Austausch von Leitungen oder Komponenten beziehungsweise bei unsachgemäßen Servicearbeiten in das System gelangen.

  • Wie funktioniert ein professionelles Bremsenentlüftungsgerät?

    Ein Bremsenentlüftungsgerät führt neue Bremsflüssigkeit mit einem definierten Arbeitsdruck über den Bremsflüssigkeitsbehälter in das Bremssystem ein.

    An den vorgesehenen Entlüftungsstellen wird die alte Bremsflüssigkeit zusammen mit vorhandener Luft kontrolliert aus dem System abgelassen.

    Geeignete Geräte ermöglichen dadurch einen kontinuierlichen und kontrollierten Bremsflüssigkeitswechsel.

  • Warum benötigt man unterschiedliche Bremsenentlüfter-Adapter?

    Bremsflüssigkeitsbehälter unterscheiden sich je nach Fahrzeughersteller und Modell hinsichtlich:

    • Gewinde
    • Behälteröffnung
    • Verschluss
    • Durchmesser
    • Anschlussgeometrie

    Der Adapter muss deshalb sicher und druckdicht zum jeweiligen Ausgleichsbehälter passen.

    Leitenberger bietet hierfür verschiedene Bremsenentlüfter-Adapter und Adapter-Sätze an.

  • Wann wird der Bremsdruck gemessen?

    Eine Bremsdruckmessung kann insbesondere bei Funktionsproblemen oder zur weiterführenden Diagnose sinnvoll sein.

    Mögliche Anlässe sind beispielsweise:

    • unterschiedliche Bremswirkung
    • Verdacht auf hydraulisches Problem
    • Prüfung des Bremskraftreglers
    • Vergleich zweier Bremskreise
    • unplausibles Bremsverhalten
    • Prüfung pneumatischer Nutzfahrzeug-Bremsanlagen

    Das Prüfverfahren unterscheidet sich deutlich zwischen hydraulischen Pkw-Bremssystemen und pneumatischen Nutzfahrzeug-Bremsanlagen.

  • Was ist der Unterschied zwischen Bremsdruckprüfung bei Pkw und Nutzfahrzeugen?

    Bei Pkw werden überwiegend hydraulische Bremssysteme eingesetzt.

    Hier entstehen vergleichsweise hohe Flüssigkeitsdrücke. Die Leitenberger Pkw-Prüfgeräte arbeiten deshalb beispielsweise mit Hochdruckmanometern bis 250 bar.

    Bei schweren Nutzfahrzeugen, Anhängern sowie verschiedenen Agrar- und Off-Highway-Anwendungen kommen dagegen pneumatische Druckluft-Bremssysteme zum Einsatz.

    Dafür werden spezielle Bremsdruck-Prüfgeräte für pneumatische Bremsanlagen mit entsprechend niedrigerem Druckbereich benötigt.

  • Warum werden bei Pkw zwei Bremskreise gleichzeitig gemessen?

    Moderne hydraulische Bremssysteme besitzen aus Sicherheitsgründen getrennte Bremskreise.

    Mit einem Prüfgerät mit zwei Manometern können beide Kreise gleichzeitig unter denselben Bedingungen gemessen werden.

    Dadurch lassen sich Druckunterschiede direkt miteinander vergleichen.

    Das kann bei der Fehlersuche beziehungsweise bei der Prüfung von Bremskraftreglern hilfreich sein.

  • Kann eine elektronische Fahrzeugdiagnose eine Bremsdruckmessung ersetzen?

    Nicht vollständig.

    Ein Diagnosesystem kann Fehlercodes, Sensorsignale und elektronische Systeminformationen liefern.

    Eine mechanische Druckmessung zeigt dagegen, welcher hydraulische beziehungsweise pneumatische Druck tatsächlich im Bremssystem vorhanden ist.

    Bei komplexen Fehlerbildern können sich elektronische und mechanische Diagnose deshalb sinnvoll ergänzen.

  • Kann ein Bremssystem auf Dichtheit geprüft werden?

    Ja.

    Je nach Bremssystem und Prüfverfahren können unterschiedliche Dichtigkeitsprüfungen durchgeführt werden.

    Leitenberger bietet beispielsweise ein digitales Dichtigkeits-Prüfgerät für ein entleertes Bremssystem an. Dabei kann ein Prüfgas eingebracht und anschließend der Druckabfall kontrolliert werden.

    Das Verfahren muss mit geeigneter Ausrüstung und entsprechend der jeweiligen Geräte- und Herstellervorgaben durchgeführt werden.

  • Welche Werkzeuge werden beim Bremsenservice benötigt?

    Neben Prüf- und Entlüftungsgeräten können je nach Reparatur weitere Spezialwerkzeuge erforderlich sein.

    Dazu gehören beispielsweise:

    • Bremsleitungsschneidwerkzeuge
    • Bremsleitungsklammern
    • Werkzeuge zur Vorbereitung von Radnaben
    • geeignete Adapter und Anschlüsse

    Diese finden Sie im Bereich Werkzeuge für Bremsen-Montage und -Service.

  • Welche Bremsen-Prüfausrüstung eignet sich für eine professionelle Werkstatt?

    Für eine Mehrmarkenwerkstatt können insbesondere sinnvoll sein:

    • Bremsflüssigkeits-Prüfgerät
    • Bremsenentlüftungsgerät
    • passendes Bremsenadapter-Sortiment
    • Bremsdruck-Prüfgerät für hydraulische Bremssysteme
    • bei Nutzfahrzeugen ein Prüfgerät für Druckluftbremsen
    • geeignete Montage- und Bremsleitungswerkzeuge

    Welche Ausstattung benötigt wird, hängt vom Fahrzeugbestand und dem angebotenen Bremsenservice ab.

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