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Prüf- und Diagnosegeräte für Kraftstoffsysteme

Kraftstoffdruck-Prüfgeräte für Einspritz- und Niederdrucksysteme

Prüfgeräte von Leitenberger für die mechanische Prüfung des Einspritzanlagen-Systemdrucks, des Vorförderdrucks, des Niederdrucks bei CR-Systemen sowie die optische Prüfung des Kraftstoffflusses (Luftblasen).

Häufig gestellte Fragen zur Kraftstoffdruck- und Niederdruckprüfung

Die Prüfung von Kraftstoffdruck, Vorförderdruck, Rücklaufdruck und Kraftstofffluss ist ein wichtiger Bestandteil der Diagnose von Otto- und Dieselmotoren. Besonders bei Common-Rail-Systemen muss eine ausreichende Kraftstoffversorgung der Hochdruckpumpe sichergestellt sein. Hier beantworten wir häufige Fragen zur professionellen Druck-, Vakuum- und Dichtigkeitsprüfung im Kraftstoffsystem.

  • Was kann mit einem Kraftstoffdruck-Prüfgerät geprüft werden?

    Mit einem geeigneten Kraftstoffdruck-Prüfgerät können je nach Fahrzeug und Messgerät verschiedene Bereiche des Kraftstoffsystems untersucht werden.

    Dazu gehören unter anderem:

    • Vorförderdruck
    • Kraftstoff-Systemdruck
    • Eingangsdruck einer Hochdruckpumpe
    • Rücklaufdruck
    • Funktion der Kraftstoffpumpe
    • Funktion des Systemdruckreglers
    • Druckverlust beziehungsweise Dichtheit
    • Unterdruck auf der Saugseite
    • Luftblasen im Kraftstofffluss

    Welche Prüfungen möglich sind, hängt vom Messbereich, dem verwendeten Adapter und dem Kraftstoffsystem ab.

  • Was ist der Vorförderdruck im Kraftstoffsystem?

    Der Vorförderdruck ist der Druck, mit dem Kraftstoff aus dem Tank beziehungsweise aus dem Niederdrucksystem zur Einspritzanlage oder Hochdruckpumpe gefördert wird.

    Bei modernen Common-Rail-Dieselmotoren ist eine ausreichende Versorgung der Hochdruckpumpe Voraussetzung dafür, dass anschließend der erforderliche Raildruck aufgebaut werden kann.

    Ist der Vorförderdruck zu niedrig, sollte deshalb nicht unmittelbar die Common-Rail-Hochdruckpumpe als Fehlerursache angenommen werden.

    Zunächst müssen Kraftstoffversorgung, Filter, Leitungen, Förderpumpe und weitere Komponenten des Niederdrucksystems geprüft werden.

  • Warum sollte bei einem Common-Rail-Problem zuerst auch der Niederdruck geprüft werden?

    Die Common-Rail-Hochdruckpumpe kann nur dann korrekt arbeiten, wenn ihr ausreichend Kraftstoff zugeführt wird.

    Ein zu niedriger Eingangsdruck beziehungsweise eine eingeschränkte Kraftstoffversorgung kann dazu führen, dass der erforderliche Common-Rail-Hochdruck nicht aufgebaut wird.

    Mögliche Ursachen liegen beispielsweise an:

    • Kraftstoffförderpumpe
    • Kraftstofffilter
    • Kraftstoffleitung
    • Tankentnahme
    • Druckregler
    • Undichtigkeit im Niederdrucksystem
    • Luft im Kraftstoff

    Die Niederdruckprüfung hilft deshalb, den Fehlerbereich vor der aufwendigeren Hochdruckdiagnose einzugrenzen.

  • Welche Symptome kann ein zu niedriger Kraftstoffdruck verursachen?

    Ein unzureichender Kraftstoffdruck kann sich je nach Motor und Einspritzsystem unterschiedlich bemerkbar machen.

    Mögliche Symptome sind beispielsweise:

    • lange Startzeit
    • Motor startet nicht
    • unruhiger Motorlauf
    • Leistungsmangel
    • Aussetzer unter Last
    • Absterben des Motors
    • unzureichender Raildruck
    • Fehlercodes zur Kraftstoffversorgung oder Druckregelung

    Diese Symptome sind jedoch nicht eindeutig einem Kraftstoffdruckproblem zuzuordnen. Die tatsächlichen Messwerte müssen mit den Herstellervorgaben verglichen werden.

  • Wie wird eine Kraftstoffförderpumpe geprüft?

    Zur Prüfung wird ein geeignetes Druck- beziehungsweise Vakuummessgerät an einer vorgesehenen Stelle des Kraftstoffsystems angeschlossen.

    Anschließend kann kontrolliert werden, welchen Druck die Förderpumpe bei den vorgeschriebenen Betriebsbedingungen erzeugt und ob dieser stabil bleibt.

    Je nach Prüfgerät können außerdem:

    • Druckverlust,
    • Funktion des Überström- beziehungsweise Regelventils,
    • Unterdruck auf der Saugseite,
    • Luftblasen im Kraftstofffluss

    beurteilt werden.

    Der Leitenberger FP 03 ermöglicht beispielsweise Druck- und Vakuummessungen sowie eine optische Kontrolle des Kraftstoffflusses über einen transparenten Prüfblock.

  • Warum wird bei der Kraftstoffdiagnose auch Vakuum gemessen?

    Nicht alle Kraftstoffprobleme zeigen sich als zu niedriger Überdruck.

    Auf der Saugseite eines Kraftstoffsystems kann eine Unterdruckmessung beispielsweise Hinweise auf:

    • eingeschränkte Kraftstoffzufuhr,
    • verstopften Kraftstofffilter,
    • eingeengte Leitung,
    • Probleme bei der Tankentnahme,
    • Fehler an der Förderpumpe

    geben.

    Deshalb verfügen verschiedene Kraftstoff-Systemdruckprüfgeräte über einen kombinierten Druck- und Vakuummessbereich.

  • Wie lassen sich Luftblasen im Dieselkraftstoff erkennen?

    Bei Prüfgeräten mit einem transparenten Prüfblock kann der Kraftstoff während des Betriebs optisch beobachtet werden.

    Dadurch werden vorhandene Luftblasen im Kraftstofffluss sichtbar.

    Luft im Dieselkraftstoffsystem kann beispielsweise durch:

    • undichte Leitungsverbindungen,
    • fehlerhafte Dichtungen,
    • Kraftstofffilterwechsel,
    • Undichtigkeiten auf der Saugseite,
    • ein zuvor entleertes Kraftstoffsystem

    verursacht werden.

    Bei häufig auftretenden Luftblasen muss die Ursache systematisch gesucht und beseitigt werden.

  • Was bedeutet ein Druckabfall nach dem Abschalten der Kraftstoffpumpe?

    Ein Druckabfall kann auf eine Undichtigkeit beziehungsweise einen internen Druckverlust im Kraftstoffsystem hinweisen.

    Mögliche Ursachen können abhängig vom Einspritzsystem unter anderem sein:

    • undichte Leitung oder Verbindung
    • Druckregler
    • Rückschlagventil
    • Kraftstoffpumpe
    • Einspritzventil beziehungsweise Injektor
    • andere druckführende Komponenten

    Nicht jeder Druckabfall ist jedoch automatisch ein Fehler. Höhe und Zeitraum des zulässigen Druckabfalls richten sich nach dem jeweiligen Kraftstoffsystem und den Herstellervorgaben

  • Kann der Kraftstoffdruck während einer Probefahrt gemessen werden?

    Bei dafür vorgesehenen Prüfgeräten und einem sicheren Prüfaufbau kann eine dynamische Druckmessung während des Fahrbetriebs möglich sein.

    Dies kann besonders hilfreich sein, wenn der Fehler ausschließlich unter hoher Last oder bestimmten Fahrbedingungen auftritt.

    Leitenberger bietet beispielsweise kraftstoffbeständige Verlängerungsleitungen für entsprechende Druckprüfgeräte an.

    Die Messung muss so durchgeführt werden, dass Messgerät und Leitungen sicher befestigt sind und keine Kraftstoffleitung durch den Fahrbetrieb, heiße Komponenten oder bewegliche Teile gefährdet wird.

  • Was ist der Unterschied zwischen einem analogen und digitalen Kraftstoffdruck-Prüfgerät?

    Beide Gerätearten messen grundsätzlich den vorhandenen Kraftstoffdruck beziehungsweise Unterdruck.

    Ein analoges Manometer ermöglicht eine direkte mechanische Anzeige und ist robust und einfach ablesbar.

    Ein digitales Messgerät kann zusätzliche Funktionen bieten. Das digitale Leitenberger-System verfügt beispielsweise über:

    • digitale Druckanzeige
    • Bargraphanzeige
    • MIN-/MAX-Spitzenwert
    • Zero-Funktion
    • Displaybeleuchtung
    • verschiedene Druckeinheiten

    Gerade bei schwankenden Drücken oder der Suche nach kurzfristigen Druckabweichungen können solche Zusatzfunktionen hilfreich sein.

  • Welchen Messbereich benötigt ein Kraftstoffdruck-Prüfgerät?

    Der erforderliche Messbereich hängt vollständig vom zu prüfenden Kraftstoffsystem ab.

    Klassische Niederdruck-, Förder- und Einspritzsysteme arbeiten in deutlich niedrigeren Druckbereichen als Benzin-Direkteinspritzungs- oder Common-Rail-Hochdrucksysteme.

    Leitenberger bietet deshalb unterschiedliche Prüfgeräte an, beispielsweise für kombinierte Druck- und Vakuummessungen im Niederdruckbereich sowie spezielle Hochdruckprüfgeräte.

    Ein Prüfgerät darf nur innerhalb seines vorgesehenen und zulässigen Mess- und Arbeitsbereichs eingesetzt werden.

  • Was ist der Unterschied zwischen Kraftstoff-Niederdruck und Common-Rail-Hochdruck?

    Der Niederdruckbereich sorgt dafür, dass die Common-Rail-Hochdruckpumpe ausreichend mit Kraftstoff versorgt wird.

    Die Hochdruckpumpe verdichtet den Kraftstoff anschließend auf den für das Common-Rail-System erforderlichen hohen Druck und speist ihn in das Rail ein.

    Für die Prüfung dieser beiden Bereiche werden vollständig unterschiedliche Messgeräte benötigt.

    Ein Kraftstoff-Niederdruckprüfgerät ist nicht für den extrem hohen Druck im Common-Rail-Rail vorgesehen.

    Für diesen Bereich muss ein spezielles Common-Rail-Hochdruckprüfgerät verwendet werden.

  • Was ist GDI und warum werden dafür andere Druckprüfgeräte benötigt?

    GDI steht für Gasoline Direct Injection und bezeichnet einen Ottomotor mit Benzin-Direkteinspritzung.

    Auch ein GDI-System besitzt eine Niederdruckversorgung und zusätzlich einen Hochdruckbereich für die direkte Einspritzung in den Brennraum.

    Der Hochdruckbereich eines Benzin-Direkteinspritzsystems liegt deutlich über dem klassischen Kraftstoff-Vorförderdruck. Deshalb werden dafür spezielle GDI-Hochdruckprüfgeräte benötigt.

    Autotestgeräte Leitenberger bietet analoge und digitale GDI-Hochdruckprüfgeräte mit einem maximalen Arbeitsdruck bis 400 bar an.

    Diese Geräte sind wiederum nicht mit den Common-Rail-Hochdruckprüfgeräten für Dieselmotoren gleichzusetzen.

  • Was ist der Unterschied zwischen GDI-Hochdruck und Common-Rail-Diesel-Hochdruck?

    Beide Systeme arbeiten mit einer Hochdruckpumpe und direkter Kraftstoffeinspritzung, jedoch in unterschiedlichen Druckbereichen und mit unterschiedlichen Komponenten.

    Für Benzin-Direkteinspritzsysteme stehen spezielle GDI-Prüfgeräte zur Verfügung.

    Moderne Common-Rail-Dieselsysteme erreichen erheblich höhere Drücke und benötigen entsprechend dafür ausgelegte Common-Rail-Hochdruckprüfgeräte.

    Die Messgeräte und Hochdruckleitungen dürfen deshalb nicht zwischen den beiden Systemen ausgetauscht werden, sofern sie nicht ausdrücklich dafür freigegeben sind.

  • Wie finde ich den passenden Anschlussadapter für die Kraftstoffdruckprüfung?

    Der benötigte Adapter richtet sich nach Fahrzeug, Kraftstoffsystem und der Stelle, an der die Messung durchgeführt werden soll.

    Moderne Fahrzeuge verwenden häufig Kunststoff-Schnellkupplungen nach unterschiedlichen Anschlussstandards. Leitenberger bietet dafür ein umfangreiches DPAK-Adaptersortiment.

    Bei älteren mechanischen und elektronischen Einspritzsystemen können dagegen Gewinde-, Schlauch- oder systemspezifische Anschlüsse erforderlich sein.

    Vor der Messung sollte deshalb die Fahrzeugzuordnung in der entsprechenden Adapterliste geprüft werden.

  • Welche Sicherheitsregeln gelten bei der Kraftstoffdruckprüfung?

    Kraftstoff ist entzündlich und kann bei Austritt eine erhebliche Brandgefahr darstellen.

    Vor dem Öffnen des Kraftstoffsystems müssen die Vorgaben des Fahrzeugherstellers beachtet und gegebenenfalls vorhandene Drücke kontrolliert abgebaut werden.

    Während der Prüfung ist insbesondere darauf zu achten, dass:

    • alle Adapter korrekt verriegelt sind,
    • Schläuche nicht beschädigt sind,
    • kein Kraftstoff auf heiße Komponenten gelangt,
    • Zündquellen vermieden werden,
    • austretender Kraftstoff aufgefangen wird.

    Für GDI- und Common-Rail-Hochdrucksysteme gelten aufgrund der erheblich höheren Drücke zusätzliche Sicherheitsanforderungen.

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