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Prüfgeräte für Frischluft-, Ansaug- und Ladeluftsysteme

Dichtigkeitsprüfgeräte für Ansaug- und Ladeluftsysteme

Undichtigkeiten im Ladeluftsystem können dazu führen, dass der vom Turbolader aufgebaute Druck nicht vollständig am Motor ankommt. Defekte Schläuche, Verbindungen, Dichtungen oder ein undichter Ladeluftkühler können dadurch Leistungsverlust und Ladedruckabweichungen verursachen.

Autotestgeräte Leitenberger bietet professionelle Dichtigkeitsprüfgeräte zur Druckprüfung und Leckageortung an Ansaug- und Ladeluftsystemen. Universelle, mehrstufige und für Klicksysteme ausgelegte Adapter ermöglichen die Prüfung unterschiedlicher Rohr- und Schlauchdurchmesser. Sicherheitsventile begrenzen den Ausgangsdruck der aktuellen MLPS-Prüfsysteme auf maximal 1 bar.

Häufig gestellte Fragen zum Abdrücken und zur Lecksuche an Ansaug- und Ladeluftsystemen

Bei einer Dichtigkeitsprüfung wird die Ansaug- beziehungsweise Ladeluftstrecke gezielt verschlossen und kontrolliert mit Druck beaufschlagt. Dadurch lassen sich Druckverluste erkennen und undichte Schläuche, Verbindungen oder Komponenten systematisch lokalisieren. Hier beantworten wir häufige Fragen zum Abdrücken und zur Lecksuche an Ansaug- und Ladeluftsystemen

  • Wie wird ein Ladeluftsystem abgedrückt?

    Ein definierter Abschnitt des Ladeluftsystems wird an geeigneten Stellen mit Adaptern beziehungsweise Stopfen verschlossen.

    Über einen Fülladapter wird anschließend kontrolliert Druck eingebracht.

    Das Manometer ermöglicht die Überwachung des Prüfdrucks.

    Verliert das System Druck, wird anschließend nach der Ursache beziehungsweise Leckstelle gesucht.

  • Welcher Prüfdruck wird beim Abdrücken des Ladeluftsystems verwendet?

    Es gibt keinen universell gültigen Prüfdruck für alle Fahrzeuge.

    Der zulässige Wert hängt vom jeweiligen Ladeluftsystem und den Herstellervorgaben ab.

    Die Leitenberger MLPS-Systeme besitzen eine Anzeige bis 2,5 bar und einen Überdruckschutz, der den Ausgang auf maximal 1 bar begrenzt. Dieser Maximalwert ersetzt jedoch nicht die fahrzeugspezifische Vorgabe.

  • Warum besitzen die Leitenberger Ladeluft-Prüfgeräte ein Sicherheitsventil?

    Das Sicherheitsventil dient dem Überdruckschutz des Prüfaufbaus.

    Bei den aktuellen MLPS 03, MLPS 04 und MLPS 06 ist der Ausgang auf maximal 1 bar begrenzt.

    Unabhängig davon darf nur mit einem für das jeweilige Fahrzeug zulässigen Prüfdruck gearbeitet werden.

  • Welche Bereiche können mit einem Ladeluft-Prüfsystem geprüft werden?

    Je nach Fahrzeug und gewähltem Prüfaufbau können beispielsweise Bereiche mit:

    • Ladeluftschläuchen
    • Ladeluftrohren
    • Steckverbindungen
    • Dichtungen
    • Ladeluftkühler
    • Anschlüssen am Turbolader
    • Anschlüssen zum Motor

    in die Prüfung einbezogen werden.

    Entscheidend ist, welche Stellen für den Prüfaufbau verschlossen werden.

  • Wie erkennt man eine Undichtigkeit?

    Eine Undichtigkeit kann sich beispielsweise durch einen Druckabfall bemerkbar machen.

    Je nach Leckgröße und Prüfaufbau können außerdem austretende Luft beziehungsweise entsprechende Geräusche bei der Lokalisierung helfen.

    Dabei muss berücksichtigt werden, dass nicht jede Druckänderung automatisch eine Leckage beweist. Temperaturänderungen und der konkrete Prüfaufbau können ebenfalls Einfluss haben.

  • Kann ein Ladeluftkühler mit dem Prüfgerät getestet werden?

    Ja, sofern der Ladeluftkühler in den entsprechend verschlossenen Prüfabschnitt eingebunden ist und das Prüfverfahren für das Fahrzeug geeignet ist.

    Dadurch können auch Leckagen am Ladeluftkühler beziehungsweise seinen Anschlussstellen untersucht werden.

  • Können Benzin- und Dieselmotoren geprüft werden?

    Die Ladeluft-Prüfung ist grundsätzlich nicht auf nur eine Kraftstoffart beschränkt.

    Entscheidend ist, dass das Fahrzeug über ein entsprechend prüfbares aufgeladenes Ansaug-/Ladeluftsystem verfügt und die verwendeten Adapter sowie der Prüfaufbau geeignet sind.

  • Was ist MLPS 03?

    MLPS 03 ist ein kompakter vierteiliger Ladeluft-Prüfkoffer.

    Er enthält unter anderem einen mehrstufigen Adapter und Verschlussstopfen für 50, 60 und 70 mm Durchmesser sowie Fülladapter, Manometer, Füllschlauch und Überdruckschutz.

  • Was ist der Unterschied zwischen MLPS 03 und MLPS 04?

    MLPS 04 bietet einen deutlich größeren Durchmesserbereich.

    Das achtteilige Set enthält jeweils drei mehrstufige Adapter und Verschlussstopfen und deckt laut aktueller Produktbeschreibung Durchmesser von 36 bis 88 mm ab.

    MLPS 03 ist dagegen die kompaktere Variante für 50, 60 und 70 mm

  • Wofür ist MLPS 06 vorgesehen?

    MLPS 06 ist speziell für Fahrzeuge ausgelegt, bei denen die Ladeluftrohre mit Klicksystemen verbunden sind.

    Das Set enthält sechs Adapter und sechs Verschlussstopfen in den Nennweiten 26, 32, 40, 45, 50 und 55 mm sowie Fülladapter und Füllschlauch.

  • Was ist der Unterschied zwischen MLPS 06 und MLPS 06_AK?

    MLPS 06 ist das komplette 14-teilige Set einschließlich Fülladapter und Füllschlauch.

    MLPS 06_AK enthält dagegen zwölf Adapter beziehungsweise Verschlussstopfen und ist als Ergänzung gedacht, wenn Fülladapter und Füllschlauch bereits vorhanden sind.

    Das ist besonders für Werkstätten interessant, die bereits MLPS 03 oder MLPS 04 einsetzen.

  • Warum gibt es mehrstufige Adapter?

    Mehrstufige Adapter decken mehrere Schlauch- beziehungsweise Rohrdurchmesser mit einem Bauteil ab.

    Dadurch kann eine universelle Werkstattausrüstung mit vergleichsweise wenigen Einzelteilen aufgebaut werden.

    MLPS 03 und MLPS 04 nutzen genau dieses Prinzip.

  • Warum gibt es zusätzlich spezielle Adapter für Klicksysteme?

    Klickverbindungen besitzen eine andere Anschlussgeometrie als klassische Schlauchverbindungen.

    MLPS 06 verwendet deshalb speziell dafür ausgelegte Adapter und Verschlussstopfen.

    Damit lässt sich die vorhandene Fahrzeugverbindung für einen definierten Prüfaufbau nutzen.

  • Was ist der Vorteil von Aluminium-Adaptern?

    Die aktuellen MLPS-Prüfsets verwenden Adapter beziehungsweise Verschlussstopfen aus Aluminium.

    Sie sind für den wiederholten professionellen Werkstatteinsatz konstruiert und ermöglichen einen stabilen Prüfaufbau.

  • Kann die Ladeluftstrecke auch nach einer Reparatur geprüft werden?

    Ja.

    Nach Arbeiten an beispielsweise:

    • Ladeluftschläuchen
    • Ladeluftkühler
    • Turbolader
    • Steckverbindungen
    • Dichtungen

    kann eine Dichtigkeitsprüfung sinnvoll sein, um den reparierten Systemabschnitt vor der abschließenden Funktionsprüfung zu kontrollieren.

  • Kann man mit dem Prüfgerät den Ladedruck während der Fahrt messen?

    Die MLPS/LPS-Systeme dieser Unterkategorie sind primär für die Dichtigkeitsprüfung und Leckageortung des stillstehenden beziehungsweise entsprechend vorbereiteten Ladeluftsystems vorgesehen.

    Für die tatsächliche Ladedruckmessung und weiterführende Diagnose stehen Prüf- und Diagnosegeräte für Turbolader zur Verfügung.

  • Ist Ladeluft-Dichtigkeitsprüfung dasselbe wie Turboladerdiagnose?

    Nein.

    Die Dichtigkeitsprüfung beantwortet hauptsächlich die Frage:

    Ist die geprüfte Luftstrecke ausreichend dicht?

    Bei einer umfassenden Turboladerdiagnose können zusätzlich beispielsweise:

    • Ladedruck
    • Steuerdruck
    • pneumatische Regelung
    • Abgasgegendruck
    • Kurbelgehäusedruck

    untersucht werden.

    Dafür stehen die Prüf- und Diagnosegeräte für Turbolader zur Verfügung.

  • Warum kann zusätzlich eine Kurbelgehäusedruckmessung sinnvoll sein?

    Ein Fehlerbild wie Öl im Ansaugtrakt muss nicht ausschließlich vom Turbolader verursacht werden.

    Auch die Kurbelgehäuseentlüftung beziehungsweise ein ungewöhnlicher Kurbelgehäusedruck kann eine Rolle spielen.

    Dafür stehen Kurbelgehäusedruck-Messgeräte für Blow-by-Gase zur Verfügung.

  • Welche Ausstattung ist für eine systematische Ladeluftdiagnose sinnvoll?

    Je nach Fehlerbild können sich ergänzen:

    Weitere Lösungen finden Sie unter Prüfgeräte für Frischluft-, Ansaug- und Ladeluftsysteme.

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