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Prüfgeräte für Kühlsysteme
Kfz-Refraktometer für Kühlmittel, Batteriesäure, Scheibenwaschwasser und AdBlue®

Kfz-Refraktometer für Kühlmittel, Batteriesäure, Scheibenwaschwasser und AdBlue®

Refraktometer ermöglichen die schnelle Kontrolle verschiedener flüssiger Betriebsmedien im Fahrzeug. Sie bestimmen die optische Brechung einer Flüssigkeit und ermöglichen je nach Gerät und vorhandener Messskala Rückschlüsse auf deren Konzentration beziehungsweise Zusammensetzung.

Typische Anwendungen in der Kfz-Werkstatt sind die Prüfung des Frostschutzes von Kühlmittel und Scheibenwaschwasser, die Beurteilung der Batteriesäuredichte sowie die Kontrolle der Konzentration von AdBlue®.

Betriebsmedien schnell und mit wenigen Tropfen prüfen

Für die Messung werden wenige Tropfen des jeweiligen Mediums auf die Prismenfläche des Refraktometers gegeben. Anschließend wird der Messwert über die für das Medium vorgesehene Skala abgelesen. Entscheidend ist, dass Refraktometer und Messskala für die zu prüfende Flüssigkeit geeignet sind.

Neben klassischen Kfz-Refraktometern umfasst das Leitenberger-Programm auch spezielle Prüf- und Analysegeräte für moderne Kühlmittel. Dazu gehören unter anderem Lösungen für Kühlmittel in Hochvolt- und Brennstoffzellenfahrzeugen sowie Geräte und Systeme für weiterführende Kühlmittelanalysen.

Damit stehen für klassische Fahrzeugflüssigkeiten ebenso wie für spezielle Kühlmedien moderner Thermomanagement-Systeme geeignete Prüfverfahren zur Verfügung.

AdBlue® ist eine eingetragene Marke des VDA, Verband der Deutschen Automobilindustrie e. V.

Häufig gestellte Fragen zu Kfz-Refraktometern

Refraktometer ermöglichen eine schnelle Prüfung verschiedener flüssiger Betriebsmedien anhand ihrer optischen Brechung. Je nach Gerät und vorhandener Skala können damit beispielsweise Frostschutz im Kühlmittel, Scheibenwaschwasser, Batteriesäuredichte oder die Konzentration von AdBlue® beurteilt werden. Hier beantworten wir häufige Fragen zur Anwendung von Refraktometern in der Kfz-Werkstatt.

  • Was kann mit einem Kfz-Refraktometer gemessen werden?

    Das hängt von den Skalen des jeweiligen Refraktometers ab.

    Das Leitenberger FT 2030.1 verfügt beispielsweise über Skalen zur Prüfung von:

    • Frostschutz im Kühlwasser,
    • Frostschutz im Scheibenwischwasser,
    • Batteriesäuredichte,
    • Harnstoff beziehungsweise AdBlue®.

    Andere Refraktometer können für spezielle Kühlmittel oder einzelne Medien ausgelegt sein. Deshalb sollte immer die zum jeweiligen Medium vorgesehene Skala verwendet werden.

  • Wie funktioniert ein Refraktometer?

    Ein Refraktometer bestimmt die optische Brechung einer Flüssigkeit. Diese verändert sich abhängig von der Zusammensetzung beziehungsweise Konzentration des Mediums.

    Für die Messung werden wenige Tropfen der Probe auf die saubere Prismenfläche gegeben und gleichmäßig verteilt. Anschließend wird das Messergebnis über die entsprechende Skala beziehungsweise die Hell-Dunkel-Grenze abgelesen.

    Die genaue Vorgehensweise, Kalibrierung und Temperaturkompensation richtet sich nach dem jeweiligen Gerät.

  • Wie wird der Frostschutz des Kühlmittels mit einem Refraktometer geprüft?

    Zunächst wird eine kleine Probe des Kühlmittels entnommen und auf die saubere Prismenfläche gegeben.

    Auf der zum verwendeten Kühlmittel beziehungsweise Glykol vorgesehenen Skala lässt sich anschließend der entsprechende Frostschutzwert ablesen.

    Wichtig ist, dass das Refraktometer für das betreffende Kühlmittel geeignet ist. Moderne Fahrzeuge verwenden unterschiedliche Kühlmitteltechnologien und Mischungen. Für die Bewertung sind deshalb neben dem Messwert immer auch die Vorgaben des Fahrzeug- und Kühlmittelherstellers relevant.

  • Kann ein Refraktometer feststellen, ob ein Kühlmittel insgesamt noch in Ordnung ist?

    Nur eingeschränkt. Ein Refraktometer kann je nach Gerät beispielsweise Konzentration oder Frostschutz beurteilen. Es liefert jedoch nicht automatisch eine vollständige Aussage über den chemischen Zustand des Kühlmittels.

    Alterung, Korrosionsschutz, Verunreinigungen, pH-Wert oder elektrische Leitfähigkeit können zusätzliche Prüfungen erfordern.

    Insbesondere bei modernen Hochvolt- und Brennstoffzellensystemen können weitere Kühlmitteleigenschaften entscheidend sein. Für solche Anwendungen stehen beispielsweise Leitfähigkeitsmessgeräte und Kühlmittelanalysen zur Verfügung.

  • Kann mit einem Refraktometer AdBlue® geprüft werden?

    Ja, sofern das Refraktometer über eine entsprechende AdBlue®- beziehungsweise Harnstoffskala verfügt.

    AdBlue® ist eine standardisierte Harnstofflösung AUS 32. Die vorgeschriebene Zusammensetzung beträgt 32,5 Prozent Harnstoff und 67,5 Prozent demineralisiertes Wasser. Die Qualitätsanforderungen sind in der Normenreihe ISO 22241 festgelegt.

    Mit einem geeigneten Refraktometer kann überprüft werden, ob die Konzentration im vorgesehenen Bereich liegt. Dadurch lassen sich beispielsweise deutliche Verdünnungen oder falsche Mischungsverhältnisse erkennen.

  • Kann Batteriesäure mit einem Refraktometer geprüft werden?

    Geeignete Refraktometer verfügen über eine Skala zur Bestimmung der Batteriesäuredichte.

    Die Säuredichte liefert bei dafür geeigneten Blei-Säure-Batterien Informationen über den Zustand beziehungsweise Ladezustand des Elektrolyten.

    Eine solche Messung ist jedoch nur möglich, wenn der Elektrolyt entsprechend der Batterieausführung sicher zugänglich ist. Bei geschlossenen beziehungsweise wartungsfreien Batteriesystemen ist eine Entnahme häufig nicht vorgesehen.

  • Kann auch Scheibenwischwasser mit einem Refraktometer geprüft werden?

    Ja. Mit einer entsprechenden Skala kann der Frostschutz von Scheibenwaschflüssigkeit geprüft werden.

    Dies ist insbesondere vor Beginn der kalten Jahreszeit sinnvoll. Dabei muss die für Scheibenwaschmittel vorgesehene Skala verwendet werden, da die Zusammensetzung von Scheibenwaschflüssigkeit nicht mit der von Motorkühlmittel identisch ist.

  • Eignet sich ein normales Kfz-Refraktometer auch für Kühlmittel von Elektro- und Brennstoffzellenfahrzeugen?

    Nicht pauschal.

    Einige Elektro- und insbesondere Brennstoffzellensysteme verwenden spezielle Kühlmittel mit sehr geringer elektrischer Leitfähigkeit. Neben Frostschutz und Konzentration spielt dort die elektrisch isolierende Eigenschaft des Kühlmittels eine wichtige Rolle.

    Für solche Anwendungen kann zusätzlich eine Leitfähigkeitsmessung erforderlich sein.

    Autotestgeräte Leitenberger bietet mit dem RFM 05_RGM außerdem ein Refraktometer speziell zur Frostschutzprüfung von Kühlmittel-Fertiggemischen für PEM-Brennstoffzellensysteme an.

    Die Freigabe des Fahrzeug- beziehungsweise Anlagenherstellers ist bei diesen Kühlmitteln zwingend zu beachten.

  • Warum muss das Prisma eines Refraktometers sauber sein?

    Bereits geringe Rückstände eines zuvor gemessenen Mediums können die nächste Probe verunreinigen und das Messergebnis verändern.

    Deshalb sollte die Prismenfläche nach jeder Messung entsprechend der Bedienungsanleitung gereinigt und vor der nächsten Messung vollständig von Resten des vorherigen Mediums befreit werden.

    Dies ist besonders wichtig, wenn dasselbe Refraktometer für unterschiedliche Betriebsstoffe wie Kühlmittel, Scheibenwaschflüssigkeit und AdBlue® eingesetzt wird.

  • Welche Fehler können bei einer Refraktometer-Messung entstehen?

    Mögliche Ursachen für unplausible Messergebnisse sind unter anderem:

    • falsche Skala für das geprüfte Medium,
    • verschmutzte Prismenfläche,
    • verunreinigte Probe,
    • Luftblasen zwischen Probe und Abdeckung,
    • nicht korrekt kalibriertes Gerät,
    • ungeeignete Probentemperatur,
    • Verwendung für ein Medium, für das das Refraktometer nicht vorgesehen ist.

    Bei unerwarteten Ergebnissen sollte deshalb zunächst geprüft werden, ob das Gerät für das betreffende Medium geeignet ist und die Messung entsprechend der Bedienungsanleitung durchgeführt wurde.

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