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Prüf-, Diagnose- und Servicegeräte für Verbrennungsmotoren
Motorschmierung & Öl-Service

Motorschmierung & Öl-Service

Ein professioneller Öl-Service umfasst mehr als den regelmäßigen Motorölwechsel. Bei Warnmeldungen, auffälligen Motorgeräuschen oder nach Reparaturen kann eine direkte Motoröldruckmessung wichtige Informationen über das Schmiersystem liefern. Für Wartungsarbeiten sind außerdem geeignete Werkzeuge zum Absaugen und Einfüllen von Motoröl sowie zum Lösen und Prüfen von Ölfiltern erforderlich.

Autotestgeräte Leitenberger bietet hierfür Öldruck-Prüfgeräte, Vakuum-Absauggeräte für Motoröl, fahrzeugspezifische Motoröladapter, Motoröl-Einfülltrichter und Einfülladapter, CNC-gefräste Ölfilterschlüssel sowie einen Öl- und Kraftstofffilteröffner zur Untersuchung des Filterelements. Das Öldruck-Prüfgerät OP 85 misst den tatsächlichen Motoröldruck direkt am Anschluss des Öldruckgebers im Bereich von 0 bis 10 bar und wird mit einem umfangreichen Adapterprogramm geliefert.

Häufig gestellte Fragen zu Motorschmierung und Öl-Service

Motoröl übernimmt im Verbrennungsmotor mehrere Aufgaben. Neben der Schmierung beeinflusst es unter anderem Wärmeabfuhr, Verschleißschutz und die Funktion ölversorgter Komponenten. Ölstand, Ölqualität und insbesondere der tatsächliche Motoröldruck müssen deshalb immer im Zusammenhang mit Motor, Temperatur und Betriebszustand beurteilt werden. Hier beantworten wir häufige Fragen zur Öldruckprüfung und zum professionellen Motoröl-Service.

  • Warum ist der Motoröldruck wichtig?

    Der Motoröldruck sorgt dafür, dass Motoröl durch das Schmiersystem zu den vorgesehenen Schmierstellen gefördert wird.

    Je nach Motor werden beispielsweise versorgt:

    • Kurbelwellenlager
    • Pleuellager
    • Nockenwellenlager
    • Ventiltrieb
    • Turbolader
    • hydraulische Spannelemente
    • weitere ölversorgte Bauteile.

    Ein auffälliger Öldruck sollte deshalb nicht ignoriert werden.

  • Wann sollte der Motoröldruck gemessen werden?

    Eine mechanische Öldruckmessung kann beispielsweise sinnvoll sein bei:

    • Öldruckwarnleuchte
    • unplausibler Öldruckanzeige
    • auffälligen Motorgeräuschen
    • Verdacht auf Schmierungsprobleme
    • Verdacht auf defekten Öldrucksensor
    • Reparatur am Schmiersystem
    • Arbeiten an Ölpumpe oder Motor
    • Kontrolle nach einer Motorreparatur.

    Das OP 85 ermöglicht hierfür eine direkte mechanische Messung unabhängig vom fahrzeugeigenen Sensor.

  • Wie wird der Motoröldruck gemessen?

    Beim OP 85 erfolgt die Messung am Anschluss des Öldruckgebers beziehungsweise Öldruckschalters.

    Der fahrzeugeigene Geber wird für die Prüfung entfernt und das Prüfgerät mit einem zum Gewinde passenden Adapter angeschlossen.

    Anschließend kann der tatsächliche Druck unter den vom Fahrzeughersteller vorgesehenen Betriebsbedingungen gemessen werden.

  • Welchen Messbereich hat das Öldruck-Prüfgerät OP 85?

    OP 85 besitzt einen Messbereich von:

    0 bis 10 bar.

    Das Gerät verwendet ein gut ablesbares Präzisionsmanometer NG 80 und einen 1 m langen flexiblen Prüfschlauch mit DN5-Schnellkupplung

  • Welche Adapter sind beim OP 85 enthalten?

    Das aktuelle OP 85 wird mit zehn DN5-Steckadaptern für unterschiedliche Gewinde sowie einem 90°-Winkeladapter geliefert.

    Enthalten sind unter anderem:

    • M10x1
    • M12x1,5
    • M14x1,5
    • M16x1,5
    • M18x1,5
    • 1/8x27 NPT
    • 1/4x18 NPT
    • 1/8x28 BSP
    • 3/8x24 UNF
    • 1/2x20 UNF.

    Zusätzliche Adapter sind über das Leitenberger Adapterprogramm erhältlich.

  • Warum werden unterschiedliche Öldruckadapter benötigt?

    Öldruckschalter und Öldruckgeber besitzen je nach Fahrzeug und Motor unterschiedliche:

    • Gewinde
    • Dichtflächen
    • Einbaulagen.

    Ein dichter und mechanisch korrekter Anschluss ist Voraussetzung für eine zuverlässige Druckmessung.

    Deshalb muss der Adapter zum konkreten Motor passen.

  • Ist ein universeller Öldruckadapter ausreichend?

    Nicht für alle Fahrzeuge.

    Ein umfangreiches Adapterset deckt viele Anwendungen ab, aber unterschiedliche Motoren verwenden verschiedene Gewinde und Anschlussgeometrien.

    Deshalb sollte die Adapterzuordnung immer anhand des konkreten Fahrzeugs beziehungsweise Motors erfolgen.

  • Warum ist ein Winkeladapter beim Öldruckprüfer hilfreich?

    Öldruckgeber sitzen häufig in engen oder schwer zugänglichen Bereichen.

    Der 90°-Winkeladapter ET 285 kann dabei helfen, den Prüfanschluss trotz begrenztem Bauraum herzustellen. OP 85 enthält diesen Winkeladapter serienmäßig

  • Gibt es einen normalen Motoröldruck für alle Motoren?

    Nein.

    Es gibt keinen universellen Öldruck-Sollwert für alle Verbrennungsmotoren.

    Der Sollwert hängt unter anderem ab von:

    • Motorbauart
    • Drehzahl
    • Motortemperatur
    • Öltemperatur
    • verwendeter Ölviskosität
    • Betriebszustand.

    Der gemessene Wert muss deshalb mit den Herstellervorgaben des konkreten Motors verglichen werden.

  • Warum verändert sich der Öldruck mit der Motordrehzahl?

    Die Ölpumpe wird bei vielen Motoren mechanisch vom Motor angetrieben.

    Mit veränderter Drehzahl verändern sich Fördermenge und Druckverhältnisse im Schmiersystem.

    Moderne Motoren können zusätzlich geregelte Ölpumpen verwenden.

    Deshalb werden Öldruck-Sollwerte häufig für bestimmte Drehzahlen und Betriebsbedingungen angegeben.

  • Warum beeinflusst die Öltemperatur den Öldruck?

    Motoröl verändert mit steigender Temperatur seine Viskosität.

    Kaltes Öl ist normalerweise zähflüssiger als betriebswarmes Öl.

    Dadurch können sich die Druckverhältnisse im Schmiersystem deutlich verändern.

    Ein Messwert ohne Berücksichtigung der vorgeschriebenen Öl- beziehungsweise Motortemperatur ist deshalb nur eingeschränkt aussagekräftig

  • Ist hoher Öldruck bei kaltem Motor normal?

    Der Öldruck kann bei kaltem und damit zähflüssigerem Motoröl höher sein als bei betriebswarmem Motor.

    Ob ein konkreter Wert normal ist, muss trotzdem anhand der Herstellervorgaben beurteilt werden.

    Ein pauschaler maximaler Wert für alle Motoren ist nicht sinnvoll.

  • Was kann zu niedrigen Motoröldruck verursachen?

    Mögliche Ursachen können unter anderem sein:

    • zu geringer Ölstand
    • falsches beziehungsweise ungeeignetes Motoröl
    • zu hohe Öltemperatur
    • Verschleiß im Motor
    • Probleme an Lagern
    • Ölpumpe
    • Druckregelventil
    • Ölfilter
    • Ansaugsieb beziehungsweise Ansaugbereich
    • interne Undichtigkeiten im Ölkreislauf.

    Die tatsächliche Ursache muss systematisch diagnostiziert werden.

  • Bedeutet niedriger Öldruck automatisch eine defekte Ölpumpe?

    Nein.

    Eine defekte oder verschlissene Ölpumpe ist nur eine mögliche Ursache.

    Auch Lagerluft, Ölviskosität, Öltemperatur, Ölstand, Filter, Ansaugsystem oder Druckregelung können den gemessenen Druck beeinflussen.

    Deshalb sollte die Pumpe nicht allein aufgrund einer Öldruckwarnung ersetzt werden.

  • Was kann zu ungewöhnlich hohem Öldruck führen?

    Neben Betriebsbedingungen wie kaltem beziehungsweise hochviskosem Öl können je nach Motor auch Probleme an:

    • Druckregelung
    • Ölkanälen
    • Filter
    • verwendeter Ölspezifikation

    eine Rolle spielen.

    Auch hier ist entscheidend, den Messwert mit den Herstellervorgaben und dem jeweiligen Betriebszustand zu vergleichen.

  • Kann ein defekter Öldrucksensor eine Warnmeldung verursachen?

    Ja.

    Ein fehlerhafter Sensor, Schalter, Anschluss oder die elektrische Signalverarbeitung kann zu einer falschen Warnmeldung führen.

    Eine mechanische Messung mit OP 85 erfasst den tatsächlichen Druck unabhängig vom fahrzeugeigenen Sensor und kann deshalb helfen, zwischen einem realen Druckproblem und einem Problem der elektrischen Erfassung zu unterscheiden.

  • Kann ein Diagnosegerät den tatsächlichen Öldruck prüfen?

    Ein Diagnosegerät kann bei entsprechenden Fahrzeugen den vom Steuergerät erfassten Sensorwert anzeigen.

    Dieser Wert basiert jedoch weiterhin auf:

    • Sensor
    • Verkabelung
    • Signalverarbeitung.

    Eine mechanische Öldruckmessung überprüft die physikalische Größe unabhängig davon.

    Beide Verfahren können sich deshalb sinnvoll ergänzen.

  • Sollte der Öldruck nur im Leerlauf gemessen werden?

    Nein, sofern die Herstellervorgabe zusätzliche Prüfpunkte vorsieht.

    Oft werden Öldruckwerte beispielsweise:

    • im Leerlauf
    • bei einer definierten Motordrehzahl
    • bei einer definierten Betriebstemperatur

    vorgegeben.

    Die Prüfung sollte nach dem für den konkreten Motor vorgesehenen Verfahren erfolgen.

  • Kann Motoröl abgesaugt statt über die Ölablassschraube abgelassen werden?

    Bei dafür geeigneten Fahrzeugen ja.

    Ob ein Absaugölwechsel zulässig und ausreichend ist, hängt von:

    • Konstruktion der Ölwanne
    • Zugang zum Öl
    • Ölmessstabrohr beziehungsweise Absaugöffnung
    • Herstellervorgabe

    ab.

    Für entsprechende Anwendungen stehen Vakuum-Absauggeräte und Auffangbehälter zur Verfügung.

  • Welche Geräte bietet Leitenberger zum Absaugen von Motoröl?

    VB 01 und VB 01.1 können für geeignete Motorölwechsel eingesetzt werden.

    Die Vakuum-Box speichert einen über Werkstattdruckluft erzeugten Unterdruck und kann danach mobil zum Absaugen verwendet werden.

    Für bestimmte Fahrzeuge stehen außerdem spezielle Motoröladapter zur Verfügung.

  • Was ist der Unterschied zwischen VB 01 und VB 01.1?

    Beide Geräte arbeiten nach demselben grundlegenden Vakuumprinzip.

    VB 01.1 besitzt zusätzlich eine Füllstandsanzeige.

    Weitere Details finden Sie unter Vakuum-Absauggeräte und Auffangbehälter.

  • Welche Motoröladapter gibt es für die Vakuum-Box?

    Aktuell werden unter anderem angeboten:

    • VBA 011 für Mercedes-Benz
    • VBA 012 für VW
    • VBA 013 für BMW.

    Die Adapter sind für geeignete Fahrzeuge vorgesehen, bei denen das Ölmessstabrohr bis zum Boden der Ölwanne reicht.

  • Warum braucht man spezielle Motoröl-Absaugadapter?

    Bei dafür konstruierten Fahrzeugen kann das Ölmessstabrohr als definierter Zugang zur Ölwanne genutzt werden.

    Ein passender Adapter stellt die Verbindung zur Vakuum-Box her und unterstützt einen kontrollierten Absaugvorgang.

  • Kann bei jedem Fahrzeug das komplette Motoröl abgesaugt werden?

    Nein.

    Die Geometrie der Ölwanne und des Absaugzugangs unterscheidet sich von Motor zu Motor.

    Deshalb muss anhand der Fahrzeug- beziehungsweise Herstellervorgaben geprüft werden, ob ein Absaugölwechsel vorgesehen ist.

  • Was ist besser: Motoröl absaugen oder ablassen?

    Das lässt sich nicht pauschal beantworten.

    Entscheidend ist das für das konkrete Fahrzeug vorgesehene Serviceverfahren.

    Absaugen kann bei geeigneten Fahrzeugen Vorteile bieten, weil ohne Öffnen der Ablassschraube gearbeitet werden kann.

    Ablassen kann bei anderen Motorkonstruktionen vorgeschrieben beziehungsweise sinnvoller sein.

    Die Herstellervorgaben haben Vorrang.

  • Warum ist sauberes Einfüllen von Motoröl wichtig?

    Beim Einfüllen sollte verhindert werden, dass Öl:

    • über den Motor läuft
    • auf heiße Bauteile gelangt
    • den Motorraum verschmutzt
    • mit Schmutz verunreinigt wird.

    Ein passender Motoröl-Einfülltrichter kann direkt und dicht mit der Einfüllöffnung verbunden werden.

  • Welches Volumen hat der Leitenberger Motoröl-Einfülltrichter?

    Der EFT-01-Trichter besitzt ein Volumen von ungefähr:

    1 Liter.

    Das Einfüllsystem verwendet austauschbare Adapter für unterschiedliche Fahrzeughersteller.

  • Was ist EFT-Set?

    Das EFT-Set ist ein umfangreicheres Motoröl-Einfülltrichter-Set.

    Es enthält:

    • 1-Liter-Einfülltrichter
    • fünf Einfülladapter
    • Winkelverlängerung.

    Die aktuelle Grundausstattung deckt unter anderem Anwendungen bei Audi, BMW, Honda, Lexus, Mercedes-Benz, Nissan, Porsche, Seat, Škoda, Subaru, Toyota und VW ab und kann mit weiteren EFTA-Adaptern erweitert werden.

  • Warum gibt es verschiedene EFTA-Adapter?

    Motoröl-Einfüllöffnungen unterscheiden sich je nach Hersteller und Motor hinsichtlich:

    • Bajonett
    • Gewinde
    • Durchmesser
    • Dichtfläche.

    Die austauschbaren EFTA-Adapter ermöglichen es, denselben Trichter an verschiedenen Fahrzeugen sicher anzuschließen.

  • Was ist EFT_Set_MB?

    EFT_Set_MB ist eine speziell zusammengestellte Variante des Motoröl-Einfülltrichters für Mercedes-Benz-Anwendungen einschließlich entsprechender Renault-Motoranwendungen.

    Das System kann ebenfalls mit zusätzlichen Adaptern erweitert werden

  • Wofür dient die Winkelverlängerung EFTW 01?

    Bei manchen Motoren liegt die Öl-Einfüllöffnung tief oder ist durch andere Komponenten schwer direkt erreichbar.

    Die Winkelverlängerung ermöglicht es, den Trichter günstiger zu positionieren.

    Sie gehört unter anderem zum Lieferumfang des umfangreichen EFT-Sets.

  • Was ist EFT 02?

    EFT 02 ist ein Motoröl-Einfülltrichter mit festem Anschluss.

    Im Unterschied zum modularen EFT-System mit wechselbaren EFTA-Adaptern ist der Anschluss bei dieser Ausführung fest mit dem Trichter verbunden.

    Welche Variante sinnvoller ist, hängt vom vorgesehenen Fahrzeugbestand ab.

  • Wann lohnt sich ein Einfülltrichter-Set statt eines einzelnen Trichters?

    Ein komplettes Set ist besonders für Mehrmarkenwerkstätten sinnvoll.

    Durch unterschiedliche Adapter lässt sich ein gemeinsamer Trichter an mehreren Fahrzeugherstellern verwenden.

    Bei einer Werkstatt mit sehr spezialisiertem Fahrzeugbestand kann dagegen auch eine gezieltere Adapterausstattung ausreichend sein.

  • Warum werden spezielle Ölfilterschlüssel benötigt?

    Ölfilter und Filtergehäuse besitzen unterschiedliche:

    • Durchmesser
    • Flächen
    • Rillen
    • Noppen
    • Profile.

    Ein möglichst genau passender Schlüssel reduziert das Risiko, Filter oder Kunststoffdeckel beim Lösen beziehungsweise Festziehen zu beschädigen.

  • Was ist der Vorteil der Leitenberger Ölfilterschlüssel?

    Die aktuellen OEL-Schlüssel sind als gefräste Metallausführungen ausgeführt und werden passend zum jeweiligen Filterprofil gefertigt.

    OEL 01.1 ist beispielsweise CNC-gefräst, besitzt einen 6-kant-Antrieb SW 22 und ist auf ein Filterprofil mit 76,2 mm und zwölf Rillen beziehungsweise Noppen abgestimmt

  • Kann ein Ölfilterschlüssel für alle Fahrzeuge verwendet werden?

    Nein.

    Ölfilter besitzen sehr unterschiedliche Geometrien.

    Deshalb gibt es im Sortiment verschiedene OEL-Ausführungen, beispielsweise mit unterschiedlichen:

    • Durchmessern
    • Schlüsselweiten
    • Anzahl der Flächen
    • Rillen beziehungsweise Noppen.

    Der Schlüssel muss zum konkreten Filter beziehungsweise Filtergehäuse passen. Die Motoröl-Service-Seite führt derzeit mehrere Ausführungen von OEL 01.1 bis OEL 11.

  • Warum ist eine passgenaue Ölfilterglocke besser als ein universelles Filterband?

    Bei schwer zugänglichen oder stark festsitzenden Filtern kann eine formschlüssige, zum Filterprofil passende Glocke Vorteile bieten.

    Sie greift an definierten Flächen beziehungsweise Profilen an und ermöglicht je nach Werkzeug auch ein kontrolliertes Anziehen nach Herstellervorgabe

  • Darf ein Ölfilter mit beliebigem Drehmoment angezogen werden?

    Nein.

    Die Montage muss nach den Vorgaben des Filter- beziehungsweise Fahrzeugherstellers erfolgen.

    Ein passendes Werkzeug ermöglicht zwar das definierte Anziehen, der erforderliche Drehmomentwert muss jedoch aus der entsprechenden technischen Vorgabe stammen.

  • Was ist FOP 01?

    FOP 01 ist ein Öl- und Kraftstofffilteröffner.

    Damit können Blechfilter mit einem Durchmesser von 40 bis 120 mm geöffnet werden, um anschließend das Filterelement zu untersuchen.

  • Warum sollte ein alter Ölfilter geöffnet werden?

    Das Filterelement kann Hinweise auf den Zustand des Systems liefern.

    Nach dem Öffnen kann beispielsweise auf:

    • Metallabrieb
    • Späne
    • ungewöhnliche Verschmutzungen
    • andere Rückstände

    geprüft werden.

    Das ersetzt keine vollständige Motoranalyse, kann aber bei bestimmten Diagnoseaufgaben zusätzliche Hinweise liefern.

  • Bedeutet Metallabrieb im Ölfilter automatisch einen Motorschaden?

    Nein.

    Art, Menge und Herkunft eines gefundenen Materials müssen fachlich beurteilt werden.

    Bei auffälligem Abrieb können je nach Fehlerbild weitere Prüfungen sinnvoll sein, beispielsweise:

  • Kann FOP 01 auch Kraftstofffilter öffnen?

    Ja.

    Das Gerät ist ausdrücklich als Öl- und Kraftstofffilteröffner ausgelegt und eignet sich für entsprechende Blechfilter im angegebenen Durchmesserbereich von 40 bis 120 mm.

  • Kann die Farbe des Motoröls allein den Motorzustand beurteilen?

    Nein.

    Die optische Farbe allein erlaubt keine zuverlässige Aussage über:

    • Ölqualität
    • Additivzustand
    • Verschleiß
    • verbleibende Nutzungsdauer.

    Je nach Motor und Betriebsweise kann Motoröl bereits relativ früh dunkel werden.

    Eine belastbare Beurteilung erfordert je nach Fragestellung weitere Informationen beziehungsweise eine geeignete Ölanalyse.

  • Kann man am Motoröl erkennen, ob Kühlmittel in den Motor gelangt?

    Starke Veränderungen können auffallen, sind aber nicht immer zuverlässig optisch erkennbar.

    Bei Verdacht auf eine Verbindung zwischen Kühl- und Brennraum beziehungsweise Ölkreislauf sollten gezielte Diagnoseverfahren eingesetzt werden.

    Dazu können je nach Fehlerbild beispielsweise CO₂-Lecktester für Zylinderkopf und Zylinderkopfdichtung oder weitere Kühlsystemprüfungen gehören.

  • Muss Motoröl immer nach einem festen Kilometerintervall gewechselt werden?

    Nein.

    Das Wechselintervall richtet sich nach:

    • Fahrzeughersteller
    • Motor
    • verwendeter Ölspezifikation
    • Wartungssystem
    • Einsatzbedingungen.

    Pauschale Kilometer- oder Jahresangaben sollten deshalb nicht auf alle Fahrzeuge übertragen werden.

  • Ist die richtige Motorölspezifikation wichtiger als nur die Viskositätsklasse?

    Ja.

    Die SAE-Viskositätsklasse beschreibt nur einen Teil der Eigenschaften des Motoröls.

    Moderne Motoren können darüber hinaus bestimmte Herstellerfreigaben beziehungsweise Spezifikationen verlangen.

    Beim Befüllen müssen deshalb die für das konkrete Fahrzeug vorgeschriebenen Angaben beachtet werden.

  • Kann zu viel Motoröl schädlich sein?

    Ja.

    Ein zu hoher Ölstand kann je nach Motor zu Problemen führen.

    Deshalb sollte beim Nachfüllen die vorgesehene Ölmenge beziehungsweise Ölstandskontrolle eingehalten werden.

    Ein Motoröl-Einfülltrichter erleichtert das saubere Befüllen, ersetzt aber nicht die korrekte Mengen- und Ölstandskontrolle.

  • Kann zu wenig Motoröl zu niedrigem Öldruck führen?

    Ein unzureichender Ölstand kann das Schmiersystem beeinflussen und je nach Situation zu Problemen bei der Ölversorgung führen.

    Bei einer Öldruckwarnung sollte deshalb neben der direkten Druckmessung auch der korrekte Ölstand geprüft werden.

  • Welche Rolle spielt der Ölfilter für den Motoröldruck?

    Ein Ölfilter ist Bestandteil des Schmiersystems.

    Je nach Motorbauart können Filterzustand, Bypassventile und weitere Komponenten die Druckverhältnisse beeinflussen.

    Bei ungewöhnlichen Öldruckwerten sollte deshalb nicht nur die Ölpumpe betrachtet werden, sondern das gesamte Schmiersystem.

  • Kann eine Ölfilterprüfung eine Öldruckprüfung ersetzen?

    Nein.

    Das Öffnen und Untersuchen eines Filters liefert Informationen über mögliche Verunreinigungen beziehungsweise Abrieb.

    Die Öldruckprüfung misst dagegen direkt eine physikalische Größe des laufenden Schmiersystems.

    Die Verfahren beantworten unterschiedliche Diagnosefragen.

  • Welche Diagnose ist bei einer Öldruckwarnleuchte sinnvoll?

    Ein systematisches Vorgehen kann beispielsweise umfassen:

    1. Ölstand und vorgeschriebene Ölspezifikation kontrollieren.
    2. Elektrische Fehler beziehungsweise Fehlerspeicher prüfen.
    3. Tatsächlichen Öldruck mechanisch messen.
    4. Messwert bei vorgeschriebener Temperatur und Drehzahl mit Sollwert vergleichen.
    5. Bei Abweichung das Schmiersystem weiter untersuchen.

    OP 85 ist für die direkte mechanische Öldruckprüfung am Anschluss des Öldruckgebers vorgesehen.

  • Welche Diagnose ist bei auffälligen Motorgeräuschen sinnvoll?

    Das hängt stark von Art und Ursache des Geräuschs ab.

    Wenn ein Zusammenhang mit der Schmierung vermutet wird, können beispielsweise relevant sein:

    • Ölstand
    • Ölspezifikation
    • Motoröldruck
    • Ölfilter
    • mechanischer Motorzustand.

    Je nach Fehlerbild können zusätzlich Kompressionsdruck-Prüfgeräte, Motordruckverlust-Tester oder Kurbelgehäusedruck- und Blow-by-Messgeräte eingesetzt werden.

  • Welche Geräte sind für einen professionellen Motoröl-Service sinnvoll?

    Je nach Werkstattprofil können sinnvoll sein:

    • Öldruck-Prüfgerät OP 85
    • passende Öldruckadapter
    • Vakuum-Absauggeräte und Auffangbehälter
    • fahrzeugspezifische Motoröladapter
    • Motoröl-Einfülltrichter und EFTA-Adapter
    • passende Ölfilterschlüssel
    • Öl- und Kraftstofffilteröffner.

    Weitere Fluid-Handling-Geräte finden Sie unter Pumpen und Fluid-Handling für Kfz-Werkstätten.

    Weitere mechanische Motordiagnosegeräte finden Sie unter Prüf-, Diagnose- und Servicegeräte für Verbrennungsmotoren.

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