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Prüf- und Diagnosegeräte für Kraftstoffsysteme

Prüfgeräte zur Kraftstoff-Identifikation

Kraftstoffverwechslungen und Kraftstoffmischungen erkennen!

Falscher oder verunreinigter Kraftstoff kann zu Funktionsstörungen und Schäden an Kraftstoffsystem und Motor führen.

Mit den Prüfgeräten von Autotestgeräte Leitenberger können unterschiedliche Kraftstoffe beziehungsweise Kraftstoffmischungen direkt in der Werkstatt untersucht werden.

Je nach Prüfgerät lassen sich beispielsweise:

  • Ottokraftstoff-Anteile in Dieselkraftstoff erkennen
  • Diesel-/Biodiesel-Mischungsverhältnisse beurteilen
  • unterschiedliche Kraftstoffe anhand physikalischer Eigenschaften vergleichen
  • Ethanolanteile in Kraftstoffproben bestimmen

Das KIK 01_LR ermöglicht beispielsweise den Nachweis einer Verunreinigung von Dieselkraftstoff mit Ottokraftstoff ab einem Anteil von 0,2 %.

Eine Kraftstoffidentifikation kann insbesondere bei Fehlbetankung, unklarer Kraftstoffqualität oder vor weiterführenden Diagnosearbeiten am Einspritzsystem sinnvoll sein.

Häufig gestellte Fragen zur Kraftstoff-Identifikation

Die Prüfung der Kraftstoffart kann bei Fehlbetankungen, unklaren Kraftstoffmischungen oder Schäden am Kraftstoffsystem ein wichtiger erster Diagnoseschritt sein. Mit geeigneten Prüfgeräten können Werkstätten beispielsweise eine Verunreinigung von Dieselkraftstoff mit Ottokraftstoff erkennen, Diesel-/Biodiesel-Mischungen beurteilen oder den Ethanolanteil einer Kraftstoffprobe bestimmen.

  • Wann ist eine Kraftstoff-Identifikation sinnvoll?

    Eine Kraftstoffprüfung ist insbesondere sinnvoll, wenn nicht eindeutig bekannt ist, welcher Kraftstoff getankt wurde oder wenn unmittelbar nach einem Tankvorgang Probleme auftreten.

    Typische Anlässe sind beispielsweise:

    • Verdacht auf Fehlbetankung
    • Ottokraftstoff im Dieselkraftstoff
    • unbekanntes Diesel-/Biodiesel-Mischungsverhältnis
    • unklarer Ethanolanteil einer Kraftstoffprobe
    • Startprobleme nach dem Tanken
    • ungewöhnlicher Motorlauf
    • Schäden am Kraftstoff- oder Einspritzsystem mit unklarer Ursache

    Eine Prüfung der Kraftstoffart kann helfen, einen möglichen Kraftstofffehler frühzeitig zu erkennen, bevor eine umfangreichere Diagnose des Kraftstoffsystems durchgeführt wird.

  • Wie lässt sich feststellen, ob Benzin in Dieselkraftstoff gelangt ist?

    Für diese Anwendung steht das Kraftstoff-Identifikations-Kit KIK 01_LR zur Verfügung.

    Das Kit ermöglicht einen Eingangstest auf eine Verunreinigung des Dieselkraftstoffs mit Ottokraftstoff. Dadurch kann bereits zu Beginn der Diagnose geprüft werden, ob eine Fehlbetankung als mögliche Ursache des Fahrzeugproblems berücksichtigt werden muss.

    Laut Gerätespezifikation kann eine Verunreinigung mit Ottokraftstoff ab einem Anteil von 0,2 Prozent erkannt werden.

    Die weitere Vorgehensweise am Fahrzeug richtet sich nach dem Ergebnis sowie den Vorgaben des Fahrzeugherstellers.

  • Warum kann bereits eine geringe Menge Benzin im Dieselkraftstoff problematisch sein?

    Diesel- und Ottokraftstoff besitzen unterschiedliche Eigenschaften. Besonders moderne Diesel-Einspritzsysteme mit Hochdruckpumpen und Common-Rail-Injektoren stellen hohe Anforderungen an den verwendeten Kraftstoff.

    Eine Verunreinigung mit Ottokraftstoff kann die Eigenschaften des Dieselkraftstoffs verändern und dadurch zu Problemen oder Schäden im Kraftstoffsystem beitragen.

    Bei Verdacht auf eine Fehlbetankung sollte deshalb möglichst früh geklärt werden, welcher Kraftstoff beziehungsweise welche Mischung sich im Fahrzeug befindet.

  • Kann mit dem KIK 01_LR auch eine Diesel-/Biodiesel-Mischung geprüft werden?

    Ja. Das Kraftstoff-Identifikations-Kit KIK 01_LR ermöglicht neben der Prüfung auf Ottokraftstoff im Diesel auch die Beurteilung des Mischungsverhältnisses von Diesel und Biodiesel.

    Dafür enthält das Kit ein Messsystem zur Dichtebestimmung.

    Damit vereint das KIK 01_LR zwei unterschiedliche Prüfaufgaben in einem Werkstattkoffer:

    • Prüfung auf Ottokraftstoff-Verunreinigung im Diesel
    • Beurteilung einer Diesel-/Biodiesel-Mischung
  • Wie wird das Mischungsverhältnis von Diesel und Biodiesel geprüft?

    Für diese Anwendung steht der Diesel-Mischungsprüfer DMP 01 zur Verfügung.

    Das Prüfverfahren basiert auf der unterschiedlichen Dichte von Diesel- und Biodieselkraftstoffen. Dazu wird eine Kraftstoffprobe in den vorgesehenen Messzylinder gegeben und mit dem Messgerät beziehungsweise Hydrometer beurteilt.

    Das Ergebnis wird über die zugehörige Farbskala ausgewertet.

    Da die Dichte einer Flüssigkeit von den Messbedingungen beeinflusst werden kann, muss die Prüfung entsprechend der Bedienungsanleitung durchgeführt werden.

  • Was ist der Unterschied zwischen dem KIK 01_LR und dem DMP 01?

    Das KIK 01_LR ist ein kombiniertes Kraftstoff-Identifikations-Kit. Es ermöglicht sowohl die Prüfung auf Ottokraftstoff im Dieselkraftstoff als auch die Beurteilung einer Diesel-/Biodiesel-Mischung.

    Der DMP 01 ist dagegen speziell auf die Prüfung des Mischungsverhältnisses von Diesel und Biodiesel ausgelegt.

    Welche Lösung sinnvoller ist, hängt deshalb von den Diagnoseaufgaben der Werkstatt ab.

    Wenn ausschließlich Diesel-/Biodiesel-Mischungen beurteilt werden sollen, kann der DMP 01 ausreichend sein. Soll zusätzlich eine mögliche Benzin-Fehlbetankung erkannt werden, bietet das KIK 01_LR einen erweiterten Prüfumfang.

  • Wie kann die genaue Kraftstoffart bestimmt werden?

    Für eine weitergehende Kraftstoff-Identifikation steht das Kraftstoff-Identifikationsgerät DMP 02 zur Verfügung.

    Das Gerät ermöglicht die Beurteilung verschiedener Kraftstoffarten anhand einer entnommenen Kraftstoffprobe.

    Im Dieselbereich können Diesel und Biodiesel unterschieden werden.

    Im Bereich der Ottokraftstoffe kann zwischen Benzin sowie ethanolhaltigen Kraftstoffen wie E85 und E100 unterschieden werden.

    Das Ergebnis wird anhand der vorgesehenen Farbskala beurteilt.

  • Wie viel Kraftstoff wird für die Prüfung mit dem DMP 02 benötigt?

    Für die Messung mit dem Kraftstoff-Identifikationsgerät DMP 02 werden 500 ml Kraftstoff aus dem Fahrzeugtank entnommen.

    Die Kraftstoffprobe wird anschließend mit dem Messgerät beziehungsweise Hydrometer im vorgesehenen Messzylinder geprüft.

    Die Referenzwerte des Geräts beziehen sich auf eine Umgebungstemperatur von 20 °C. Deshalb sollten die in der Bedienungsanleitung angegebenen Prüfbedingungen eingehalten werden.

  • Kann mit dem DMP 02 zwischen Benzin, E85 und E100 unterschieden werden?

    Ja. Das Kraftstoff-Identifikationsgerät DMP 02 ist für die Unterscheidung von Benzin sowie E85 und E100 vorgesehen.

    Damit eignet sich das Gerät nicht nur für Dieselanwendungen, sondern auch für die Beurteilung von Kraftstoffproben aus Otto- beziehungsweise entsprechenden Flex-Fuel-Systemen.

    Wenn nicht nur die Kraftstoffart, sondern gezielt der Ethanolanteil einer Probe bestimmt werden soll, steht dafür zusätzlich das Ethanol-Messkit EMK 01 zur Verfügung.

  • Wie kann der Ethanolanteil einer Kraftstoffprobe bestimmt werden?

    Mit dem Ethanol-Messkit EMK 01 lässt sich der Ethanolanteil in Kraftstoffproben bestimmen.

    Das Set ist für Otto- und Diesel-Kraftstoffproben vorgesehen und enthält die für das Prüfverfahren erforderlichen Messgefäße, Pipetten und Prüfflüssigkeit.

    Für transparente Proben kann die mitgelieferte Färbeflüssigkeit eingesetzt werden, um die Ablesbarkeit zu verbessern.

    Das EMK 01 eignet sich damit insbesondere für Anwendungen, bei denen nicht nur die grundsätzliche Kraftstoffart, sondern gezielt der vorhandene Ethanolanteil beurteilt werden soll.

  • Was ist der Unterschied zwischen DMP 02 und EMK 01?

    Die beiden Prüfgeräte beantworten unterschiedliche Fragen.

    Mit dem DMP 02 wird die Kraftstoffart beziehungsweise Kraftstoffgruppe identifiziert. Es kann beispielsweise zwischen Diesel und Biodiesel sowie zwischen Benzin, E85 und E100 unterschieden werden.

    Mit dem EMK 01 wird dagegen gezielt der Ethanolanteil einer Kraftstoffprobe bestimmt.

    Vereinfacht gesagt:

    DMP 02: Welcher Kraftstoff befindet sich in der Probe?

    EMK 01: Wie hoch ist der Ethanolanteil in der Kraftstoffprobe?

  • Ist eine Kraftstoff-Identifikation dasselbe wie eine Kraftstoffanalyse im Labor?

    Nein. Die Leitenberger-Prüfgeräte sind für die schnelle technische Prüfung und Diagnose in Werkstatt, Service oder Prüfumgebung vorgesehen.

    Sie ermöglichen beispielsweise die Identifikation einer Kraftstoffart, die Beurteilung einer Diesel-/Biodiesel-Mischung oder die Bestimmung des Ethanolanteils.

    Eine umfassende Laboranalyse kann dagegen zahlreiche weitere chemische und physikalische Eigenschaften eines Kraftstoffs bestimmen.

    Wenn eine detaillierte wissenschaftliche, rechtliche oder gutachterliche Bewertung erforderlich ist, kann deshalb eine Laboruntersuchung notwendig sein.

  • Ist das Messergebnis des DMP 02 gerichtlich verwertbar?

    Nein. Das Kraftstoff-Identifikationsgerät DMP 02 ist als technisches Diagnosegerät für die Bestimmung der Kraftstoffart vorgesehen.

    Der Hersteller weist ausdrücklich darauf hin, dass das Messergebnis des DMP 02 nicht als gerichtlich verwertbarer Nachweis vorgesehen ist.

    Wenn beispielsweise bei einem Rechtsstreit, Versicherungsfall oder einer Schadensbegutachtung ein rechtssicherer Nachweis der Kraftstoffzusammensetzung benötigt wird, sollte eine entsprechend geeignete Laboranalyse durchgeführt werden.

  • Kann eine Kraftstoff-Identifikation die Diagnose von Hochdruckpumpe und Injektoren ersetzen?

    Nein. Bei der Kraftstoff-Identifikation wird das verwendete Medium untersucht. Der technische Zustand der Kraftstoffsystem-Komponenten wird damit nicht geprüft.

    Ist der Kraftstoff unauffällig und bestehen weiterhin Start-, Druck- oder Laufprobleme, können anschließend weitere Diagnoseverfahren erforderlich sein.

    Dazu gehören beispielsweise:

    • Kraftstoff-Vorförderdruck prüfen
    • Common-Rail-Hochdruck prüfen
    • Injektor-Rücklaufmenge vergleichen
    • Rücklaufdruck prüfen
    • Injektoren weitergehend testen

    Die Kraftstoff-Identifikation kann damit ein sinnvoller früher Schritt innerhalb einer systematischen Kraftstoffdiagnose sein.

  • Was sollte bei einer festgestellten Fehlbetankung gemacht werden?

    Die erforderlichen Maßnahmen hängen davon ab, welcher Kraftstoff eingefüllt wurde, wie hoch der Fremdkraftstoffanteil ist und ob der Motor bereits gestartet beziehungsweise betrieben wurde.

    Je nach Fahrzeug und Schadensfall können beispielsweise folgende Maßnahmen erforderlich sein:

    • Kraftstoff nicht weiter fördern beziehungsweise Motor nicht weiter betreiben
    • Kraftstoff aus dem Tank entfernen
    • Kraftstoffsystem entsprechend der Herstellervorgabe reinigen
    • Filter ersetzen
    • Kraftstoffleitungen und Komponenten prüfen
    • Hochdrucksystem beziehungsweise Injektoren bei Bedarf weitergehend untersuchen

    Die konkrete Vorgehensweise muss den Vorgaben des jeweiligen Fahrzeugherstellers entsprechen.

    Für das kontrollierte Entf

  • Welche Sicherheitsregeln gelten bei der Kraftstoff-Identifikation?

    Kraftstoffe sind entzündlich und können gesundheitsschädliche Dämpfe freisetzen.

    Bei Entnahme, Prüfung und Entsorgung von Kraftstoffproben sind deshalb unter anderem folgende Punkte zu beachten:

    • Zündquellen vermeiden
    • für ausreichende Belüftung sorgen
    • geeignete persönliche Schutzausrüstung verwenden
    • nur geeignete Proben- und Auffangbehälter verwenden
    • Kraftstoffe nicht unbeabsichtigt vermischen
    • verschütteten Kraftstoff sofort aufnehmen
    • Kraftstoffproben fachgerecht lagern beziehungsweise entsorgen

    Zusätzlich sind die Sicherheitsdaten des Kraftstoffs sowie die Bedienungsanleitung des jeweiligen Prüfgeräts zu beachten.

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